22:73 Fliegen

Frieden
22:73

In diesem Vers verdeutlicht uns Gott, dass wir einer Fliege nicht das entreißen können, was sie uns wegnimmt.
Nach einer Recherche habe ich erfahren, dass Fliegen keinen Magen besitzen und die Nahrung direkt in die Verdauung übergeht.
Was meint ihr dazu? Noch ein wissenschaftliches Indiz im Qur’an ?

Für alle, die auf Quellenangaben bestehen :slightly_smiling_face:

Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht, aber was solls.

Frieden Regine,
Der Zusammenhang besteht dadrin das die Fliege direkt es transformiert sobald sie es hat. Es ist wie ein Augenblick der unhaltaufsamkeit, wenn ich es richtig verstanden habe.

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Veranschaulichung:
Ich sitze auf dem Balkon, habe mir eine leckere Wassermelone zurechtgeschnitten und habe sie vor mir auf dem Tisch liegen. Und plötzlich kommt mir doch so eine doofe Fliege angesummt und setzt sich prompt auf ein Stückchen meiner Melone und beginnt munter zu „naschen“.
Sie hat mir etwas von der Melone „entrissen“.
Jetzt fange ich die Fliege und möchte das Stückchen Melone doch wieder zurückergattern (wieso auch immer), merke aber bei der Obduktion, dass sie gar keinen Magen hat, und die Melone schon quasi direkt bei der Aufnahme zersetzt wird. Ich kann ihr das nicht wieder entnehmen was sie mir entrissen hat.

Hast du auch festgestellt, ob diese doofe Fliege ein Männchen oder ein Weibchen war? :thinking:

Doch, natürlich kannst du das. Wenn du sie obduzieren kannst, kannst du sie auch fritieren und essen. :grinning_face_with_smiling_eyes:

Aber im Ernst :ich verstehe das Gleichnis in 22:73 nur so, dass alles, was man anbetet außer Gott, in Wahrheit nicht die geringste Macht hat. Mehr kann ich da nicht erkennen.
Selam

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„wieso auch immer“ ist der genau die Frage. Der Schaden, den die Fliege der Wassermelone antut, liegt eher in den Bazillen, die sie hinterlässt, als in dem Mikrometer, den sie nimmt.

Hallo, Tom,

ich denke, dass das von dir Erwähnte nur EIN Punkt ist, auf den das Gleichnis uns aufmerksam machen will. Das bezieht sich auf den ersten Teil des Gleichnisses.

Warum aber wird im Gleichnis noch der zweite Punkt erwähnt, dass nämlich alles, was die Fliege entreißt, nicht geborgen werden kann? Und wie ist das zu verstehen? Da sehe ich keinen Zusammenhang mit dem Monotheismus.

Und ich möchte auch noch auf den Schluss des Gleichnisses im selben Vers aufmerksam machen: „Schwach ist der Suchende/der Wünschende und der Gesuchte/der oder das Gewünschte.“

Es gibt also offensichtlich doch noch mehr zu erkennen… :wink:

Salaam!

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Selam Gunnar,

den letzten Teil des Gleichnisses habe ich dahin gehend verstanden, dass niemand außer Gott imstande ist, etwas ungeschehen oder rückgängig zu machen weil alle außer IHM der Zeit unterworfen sind.

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Salaam, Tom!

Das wiederum verstehe ich nicht. :confused: Besonders das mit der Zeit. Wo siehst du den Faktor „Zeit“ im Gleichnis? :thinking:

Ich verstehe den letzten Teil des Gleichnisses wie folgt:

  1. Es gibt die Polytheisten und die Fliege. Die Polytheisten sind die Wünschenden, weil sie eine Fliege erschaffen wollen, und die Fliege ist somit das Gewünschte. Die Polytheisten können aber keine Fliege erschaffen, deshalb sind sie schwach. Und die Fliege ist in dem Sinne schwach, dass sie im Vergleich zu anderen Geschöpfen sehr klein ist.
  2. Die Fliege, dieses schwache Geschöpf, entreißt dem Menschen etwas, nämlich das eigentlich vom Menschen Gewünschte, was aber wegen des Umfangs des Diebes nur sehr klein sein kann und auch erst einmal von der Fliege verflüssigt werden muss, bevor diese es aufnehmen kann. Insofern handelt es sich bei dem vom Menschen gewünschten und geraubten Stück auch um etwas Schwaches. Und der wünschende Mensch ist auch ebenfalls schwach, weil er es von der Fliege nicht zurückbekommen kann.

Und zum Abschluss der Fliegengeschichte noch eine kleine Wortspielerei (ohne Bezug zum Vers):

Wenn hinter Fliegen Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen nach.

Salaam!
Gunnar :slightly_smiling_face: