Änderungen der Gebetsrichtung

Selam Freunde
Ich hörte von Sunniten dass es ein Beweis dafür ist dass wir die Sunna brauchen die Änderung der Gebetsrichtung ist. Ich würde gerne wissen warum das so ist und was ein gegen Argument wäre.

Salaam, Np07,

die Sunniten behaupten, dass dieser Vers beweise, dass der Gesandte Muhammad neben den Offenbarungen des Quran noch andere Offenbarungen, sozusagen private, an ihn gerichtete Offenbarungen erhalten habe, womit sie darauf anspielen, dass es Pflicht sei, dieser „Sunna“ des Gesandten zu folgen. Sie sagen, er habe die Anweisung zu einer Qibla erhalten (was auch immer Qibla bedeuten möge), bevor er die Quran-Offenbarung hinsichtlich der Änderung der Qibla erhalten habe. Und diese Anweisung zur ersten Qibla habe der Gesandte nicht im Rahmen der Quran-Offenbarung erhalten. Als Qibla verstehen die Sunniten die vorgeschriebene Richtung, der sie sich bei Durchführung ihrer fünf Gebete zuzuwenden haben.

Das Gegenargument liegt auf der Hand, wenn wir den Vers 2:143 genau lesen.

Denn es fällt einem sorgfältig Lesenden auf, dass Muhammad in diesem Vers auf zwei verschiedene Arten angesprochen wird. Im Zusammenhang mit der ersten Qibla wird Muhammad mit „du“ angeredet, also als private Person und als ganz normaler Mensch, der keine Offenbarung von Allah erhält. Das heißt, er folgte einer Qibla, die es schon bei den heidnischen Arabern gegeben hatte. Weil er aber sah, dass diese Qibla eben eine Qibla der heidnischen Araber war und er sich davon abgrenzen wollte, änderte er aus eigener Entscheidung die Qibla in Richtung Jerusalem als Zentrum früherer Propheten, womit er allerdings offensichtlich auch noch nicht ganz zufrieden war (siehe Vers 2:144). Bei der in 2:143 als endgültig festgelegten Qibla zurück nach Mekka wird er jedoch als „Gesandter“ angeredet, also als jemand, der eine Offenbarung von Allah erhält.

Das heißt also, die einzige Offenbarung, die Muhammad von Allah bezüglich der Qibla erhielt, ist die, die er als Gesandter erhielt.

Salaam
Gunnar :green_heart:

Ja richtig, es geht darum, dass man ohne Sunna nicht wissen kann, wohin der Prophet vor Festlegung der Masgid al Haram (Kaaba) als Gebetsrichtung gebetet hat (Jerusalem laut Sunna).

Das Argument ist überflüssig, da die Gebetsrichtung in Richtung Mekka geändert wird im Koran.
Zudem die Bibel Jerusalem klar als Gebetsrichtung verzeichnet hat. Der Koran ist im 7. Jhd vervollständigt worden. Demnach so lange Gott noch baute an der Religion. Wenn also Mekka noch nicht festgelegt war, kann es dann, bis die Richtung nach Mekka verändert wurde, mit hoher Wahrscheinlichkeit nur Jerusalem sein (wohin Juden und Christen beteten, der Koran durchweg dem Glaubensbekenntnis Abrahams folgt -> Bibel).

Dann, vielen lieben dank euch :+1:

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