Alles Gute zum Ramadan!

#1

Liebe Lesende,
ich wünsche euch alles Gute zum Ramadan, egal ob, wie, wann oder wie lange ihr fastet. Habt eine erfüllte Zeit!

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#2

Liebe Lesende,
Liebe Lesende,
Frieden,
Danke dir auch.

#3

Gesegnetes Ramadan und Friede sei mit euch,

ich habe folgende Frage an euch:
Wie steht ihr zum Fasten? Fastet ihr wie es vorgeschrieben ist im Koran oder ist das Verständnis für das Fasten im liberalen Islam anders zu betrachten?
Und wie ist eure Meinung zum Teravih Gebet?
Ist das auch eine Tradition nach den Ahadith?
Ich finde dazu keine Sure im Koran.

Ich würde es sehr begrüßen im Fastenmonat uns im Forum mehr auszutauschen und uns gegenseitig zu unterstützen, gemeinsam ist alles leichter durchzustehen.

Ich danke euch jetzt schon und freue mich auf eure Antworten.

Selam

#4

Frieden und Gesegneten Ramadan euch allen! :heart:

Es ist natürlich immer individuell zu beurteilen, @Leyla. Jedoch denke ich, dass im Fasten viel Gutes verborgen liegt.

Siehe auch das Video, das hier drin verlinkt ist:

Das Tarawiih-Gebet ist eine Tradition, deren Ursprung nicht in der Lesung zu finden ist. Wichtig ist also, was man beim Tarawiih-Gebet genau sagt und was man dabei macht. Ich empfinde in vielen Moscheen dieses Gebet als nicht wirklich förderlich für eine tiefere, spirituelle Verbindung - viele praktizieren es auch nur “blind”.

#5

Mehr Austausch immer gern :slightly_smiling_face:

Was den “liberalen” Islam betrifft, finde ich es immer wichtig, dass es nicht darum geht, bestimmte Dinge wie Fasten, kein Schweinefleisch, keinen Alkohol über den Haufen zu schmeißen, sondern darum, andere nicht danach zu beurteilen, ob sie das einhalten oder nicht.
Also solange ich es kann, faste ich von der Dämmerung bis zum Sonnenuntergang (letzteres kann man sicher auch noch strenger sehen, also bis es wirklich dunkel ist, aber das ist mir auf dem 52. Breitengrad zu viel).
Zum Tarawih-Gebet habe ich keine wirkliche Meinung, da es mangels Moschee bei mir in der Nähe eh entfällt. Also notwendig ist es sicher nicht, aber es schadet auch nicht, daran teilzunehmen, wenn man es mag, würde ich sagen. So wie überhaupt bei Gebeten in traditionellen Moscheen.

#6

Gesegnetes Ramadan und Friede sei mit euch,

Selam.

#7

Frieden und Gesegneten Ramadan euch allen! :heart:

Frieden und Gesegneten Ramadan dir! :heart:

Selam

#8

Gesegnetes Ramadan Euch allen!

Ich habe eine Frage bezüglich der Gebets- und Essenszeiten im Ramadan. Ich selbst bin weder Muslima, noch faste ich. Ich bin grundsätzlich sehr offen gegenüber allen Religionen und habe grosses Interesse an Religionsforschung und vor allem Dialog.
In meinem Beruf als Lehrerin an einer multikulti Sekundarschule stosse ich immer wieder auf Fragen stosse, auf die ich nicht immer Antworten finde. Darum probiere ich es jetzt auf diesem Weg.

Immer wieder haben wir Schülerinnen und Schüler die zu Ramadan fasten. Die einen eher gelegentlich, die anderen relativ “Streng”, für mein Empfinden, das mag jeder anders empfinden. Nun hatten wir in der letzten Woche einige Jugendliche, die regelmässig zu spät zur Schule kamen, “krank” gemeldet wurden und gar nicht kamen, oder erst am Nachmittag, für Sport Entschuldigungen erhielten etc. Einige Mädchen haben nach den ersten Kreislaufproblemen wieder abgebrochen, eine hat starke Gewissensbisse deshalb.
Ich habe daraufhin mit verschiedenen Jugendlichen gesprochen. Viele sind der Auffassung, sie müssten die Zeiten am Abend und am Morgen für das Fastenbrechen genau einhalten, was bedeutet, dass sie dieses Jahr nicht vor ca. 22 Uhr schlafen gehen und dann wieder ca. 03.00 aufstehen müssen, dadurch kommt es dann zu den Verspätungen etc. Auf meine Frage, ob sie denn die Zeiten nicht zum Beispiel anpassen könnten, so dass sie zum Beispiel erst um 5.00 aufstehen, was immer noch früh aber zumindest machbarer ist, hiess es, nein die Zeiten sind strikt zu befolgen, sonst “gelten” die Gebete nicht und das fasten ist gebrochen. Andere sehen es nicht so eng, und haben sich “angepasst”, woraufhin sie von einigen fast schon “angefeindet” wurden, sie seien keine richtigen Muslime etc.

Ihr seht, es gibt da einiges zu diskutieren. Ich merke vor allem, dass wenig Hintergrundwissen aus dem Koran selbst da ist, sondern mehr, ja bei uns in der Familie macht man das halt so…Die Begründungen zeugen für mich von viel Unwissen und viel mehr Befolgen von Traditionen, die nicht hinterfragt werden.

Wie kann ich vorsichtig als Lehrerin solch einen Dialog starten? Wie kann ich zum Nachdenken anregen? Soll ich das überhaupt? Grundsätzlich bin ich überzeugt, das Fasten gut ist und auch Jugendliche können das von mir aus gerne machen, aber wenn ihre täglichen Verpflichtungen/Noten in Mitleidenschaft gezogen werden, dann frage ich mich, ob es nicht eine Anpassung geben kann.

Was sagt der Koran zu den Gebetszeiten? evtl. Sure verlinken, so dass ich das finden kann. :slight_smile: Basieren viele Fastenvorschriften auf individuellen Ländertraditionen bzw. was ist wirklich vorgeschrieben?
Ich frage mich, ob es nicht auch eine Grundidee von Fasten ist, auf etwas zu verzichten, was einem schwerfällt, gehört da in der heutigen Zeit nicht auch das Handy oder Soziale Medien dazu? Oder zum Beispiel das Fluchen in der Jugendsprache? Ich kann mir vorstellen, dass dies für viele eine sogar grössere Herausforderung wäre als Essen/Trinken :slight_smile:

Ich hoffe auf einige Antworten und Meinungen, so dass ich einen besseren Einblick erhalten kann.

Liebe Grüsse!

#9

Vielen Dank für die guten Wünsche!

Laut Koran sollen wir essen und trinken, bis sich der weiße Faden der Morgendämmerung vom schwarzen Faden der Nacht abhebt, und dann das Fasten bis zur Nacht durchhalten (Sure 2, Vers 187). Wer krank (oder auf Reisen) ist, soll zu einem anderen Zeitpunkt fasten.

Aus diesen relativ vagen Beschreibungen haben die Gelehrten der verschiedenen Rechtsschulen im Laufe der Jahrhunderte unterschiedliche Bestimmungen gemacht. Bei den Sunniten ist es üblich, bis Sonnenuntergang zu fasten, bei den Shiiten etwas länger. Auch für den Beginn des Fastens gibt es verschiedene Berechnungen.
Auch ab welchem Alter gefastet werden muß, ist nicht im Koran festgelegt, sondern wurde von den Gelehrten enschieden. Grob gilt Geschlechtsreife als Kriterium.

Die Jugendlichen orientieren sich dabei natürlich an ihren Familien. Ich bin skeptisch, ob Du als Nichtmuslima Gehör finden wirst, wenn Du darüber diskutierst. Eigentlich wäre es Aufgabe eines Islamunterrichts (oder noch besser eines religionsübergreifenden Religionen-Unterrichts), solche Fragen zu thematisieren und ein Problembewußtsein zu schaffen.

Ich handhabe es so, nach dem morgendlichen Mahl noch ein paar Stunden zu schlafen und ggf. nachmittags auch noch mal, dann ist es ganz gut auszuhalten, aber ich merke schon, daß ich nicht auf dem Gipfel meiner Leistungsfähigkeit bin, so daß ich versuche, wichtige Termine auf die Zeit außerhalb des Ramadan zu legen (was nicht immer klappt).

Natürlich gibt es die Möglichkeit, auf etwas anderes zu verzichten; das kenne ich von denjenigen, die aus Gesundheitsgründen nicht fasten können, im Koran angelegt ist das aber eigentlich nicht - dort gibt es stattdessen die Option, einen Bedürftigen mit Nahrung zu versorgen. Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, mit den Jugendlichen mal ein Projekt zu starten, wo sie Geld für die Armen spenden oder bei der Essensausgabe der Tafel mithelfen, oder…

Einigkeit besteht jedenfalls darüber, daß Zurückhaltung (auch in der Sprache) zum fasten dazugehört. Also das könntest Du den Jugendlichen mal unter die Nase reiben :slight_smile:

Schöne Grüße und ich hoffe, die Antwort hilft Dir etwas - Patentrezepte gibt es da leider nicht.

#10

Frieden,

Danke dir Schwester wünsche ich dir sowie allen anderen ebenso!

#11

As’salamualaikum,

zur Erinnerung:

Ramadan ist eine dreißig tägige Zeit dreißig tage das leben aller und jedes Propheten tagsüber zu schmecken

ich wiederhole,

Allah hat gesagt ihr sollt nur 30 tage fasten, möge Allah euer Fasten annehmen,

Salamualaikum wara7matullah wabarakatu !