Aspekte des Bösen


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Aspekte des Bösen
Über die genauen Grundlagen des Bösen, wird man wenig sagen können, da es schwierig ist, sich überhaupt diesen Thema zu nähern. Fangen wir mit der Beobachtung an, stellen wir fest, dass es eher eine subjektive Erscheinungsform ist. Das heißt, dass jeder das Böse unterschiedlich definiert. Wie nun vorgehen, wenn wir den Gesamtkorpus der Problematik studieren wollen?
Um mit dieser Studie anzufangen, müssen wir uns die verschiedenen Rangehens weisen vor Augen führen. Keine dieser Herangehensweisen kann ein absolut s Anspruch erheben. Genau so wenig kann ein Verzicht auf einen dieser geleistet werden, da sonst eine Annäherung dieser Thematik ungenügend währ. Zu den verschiedenen Herangehensweisen: Es gibt die Religiöse, die Psychische, die Philosophische, die Materialistische und die Individuelle Herangehensweise. Alle Aspekte haben ihre Berechtigung und ich werde versuchen sie in ihrer Verschiedenheit zu Erläutern. Ich werde zum Schluss Versuchen ein Gesamtmuster daraus zu Erkennen um es dann Darzustellen zu Können.

Der religiöse Aspekt: Es gibt einen Schöpfergott, der Gesetze den Menschen aufgetragen hat. Der Mensch ist einzeln darüber verantwortlich gegenüber dem Schöpfergott, diese Gesetze, die offenbart wurden, einzuhalten. Macht er es nicht, so begeht er vor Gott eine Sünde(Trennung von Gottes Gnade). Dem Menschen wird es von Gott leider nicht leicht gemacht, diese Gesetze einzuhalten, weil es auf dieser Welt einen Feind gibt, der die Aufgabe hat, den Menschen zu Verführen und von Gottes Gesetzen abzubringen, den Satan. Er täuscht, er spaltet, er hetzt die Menschen gegeneinander auf. Er hat aber leider auch Anhänger, die von ihm verführt wurden. Sie, gehen auf die Lehren Satans ein und sie Streben nach Macht, Reichtum und Ruhm. Sie beschwören Symbole, Götzen und den Satan selbst, um an seine Hilfe zu Kommen. Dadurch ist seine Hilfe nur durch einen Pakt und Gegenleistungen gewährleistet. Die Satanisten, Götzendiener und Okkultisten, geraten immer mehr in Abhängigkeit des Bösen, und leben in Sünde. Das irdische Leben ist letztendlich der Kampf zwischen den Gläubigen und den Satan. Nach dem irdischen Leben muss sich der Mensch vor dem Schöpfergott für seine Taten Verantworten. So steht der Lohn oder die Strafe an, je nach Einhaltung der Gottesgesetze, oder dessen Verweigerung.

Der psychische Aspekt: Der Mensch nimmt sich als „Ich“ war, dazu gibt es das „Über-Ich“, was dem „Ich“ anerzogen wurde, und es gibt das „Es“ das Unbewusste des Menschen. Diese Dreigliederung der Person beschreibt die verschiedenen Ichzustände des Menschen, die man folgender Massen benennen kann.“ Ich“ (Die eigene Wahrnehmung der Körperlichkeit und der Umwelt, sowie Gedanken und Träume.) „Über-Ich“ (Von außen Anerzogene Tabus und Moral, so wie Bewusstsein von Verboten und Sanktionen.) „Es“ ( Alles unterbewusste, Wünsche, unerfüllte Erwartungen, Träume, unangenehme Erfahrungen und Ängste.) Das Böse, oder böses Verhalten, resultiert nach diesem Aspekt, aus der Überwindung, oder der Abschaffung des „ Über-Ichs“ und der betonten Auslebung des „Es“, wonach das Individuum, dass diesen Prozess durchläuft von dem Konsens der Gesellschaft als böse, Verbrecher und Abnorm bezeichnet wird.

Der philosophische Aspekt: Der Mensch, in seiner Freiheit des Handelns, hat gegenüber anderen Menschen auch Pflichten. Diese Pflichten resultieren sich meist aus dem kategorischen Imperativ. Da oft das Eigeninteresse Überhöht wird gibt es zwischen den konkurrierenden Personen, oder Interessengruppen, eine negative Dialektik, die zu Ergebnissen kommt, mit denen keiner Wirklich zufrieden ist. Schon die Dialektik an sich mit dem Manipulationsvorgang ist oft genug moralisch Böse.

Der materialistische Aspekt: Der Mensch ist einzeln und in einer Gruppe mit seiner Existenz konfrontiert. Er hat ein individuelles und ein Kollektives Mangelempfinden. Ressourcen und Nahrung, Güter und Wohnraum sind knapp, oder müssen mit Arbeitseinsatz erworben werden. Ein Mensch kann definitiv mehr Leisten und Erwirtschaften, was er für den Eigenbedarf braucht. Hinzu kommt noch, dass der Mensch Gegenstände und Luxus für sein Wohlbefinden benötigt. Die böse Konsequenz ist das zwanghafte Unterwerfen von Menschen und aneignen von Gütern. Um den persönlichen Luxus und das eigene Wohlbefinden zu steigern. Menschen verschwören sich in Gruppen, um andere Menschen auszubeuten, die Ausgebeuteten sollen zwanghaft Überschuss produzieren, den sie den Ausbeutern abgeben müssen. Der Zwang und die Unterwerfung werden immer durch Stärke, List und Angst sichergestellt. Der Motor der Geschichte sind die Kämpfe zwischen Ausbeutern und Ausgebeutete, oder Ausbeuter gegen andere Ausbeuter. Politik, Fortschritt und Gesellschaft sind so von Bösen geformt worden. Da das Böse der Gestalter und Antreiber der Geschichte ist.

Der individuelle Aspekt: Ein Individuum erleidet in seiner Existenz auch Einschränkungen. Negative Erfahrungen und persönlicher Mangel, führen zu einer Einstellung. In der die jeweilige Person einen optimalen Nährboden bereitstellen kann, wo Missgunst, Neid, sowie Angst und Wut gedeihen können. Ist das der Fall, so fallen die Hemmschwellen, wenn so eine Person, mit einer anderen Person, oder Gruppe negativ konfrontiert wird. So sind böse Taten, oder Pläne wahrscheinlicher, als bei Personen mit positiven Einstellungen.

Das Gesamtmuster: Das Böse, bezieht sich immer auf eine Konfliktsituation. Es zielt auf einen begehrenswerten Zustand, oder auf begehrenswerte Objekte. Das Böse setzt immer einen Prozess in Gang, der sich negativ auf Mensch, Gesellschaft und Umwelt auswirkt. Das Böse ist meist ein negatives Verhalten eines Menschen oder einer Gruppe. Dem negativen Verhalten, gehen immer negative Gedanken und Einstellungen voraus. Das Böse ist oft verführerisch, weil es den schnellen und vermeintlich einfacheren Weg anzeigt. Manipulation, Machthunger und Selbstbezogenheit. Stehen oft Wut, Rache und Revolte gegenüber. Da das Böse sich in einer Ursache- Wirkungsreaktion abspielt.