Besonderheiten in der Kommunikation auf Deutsch

Frieden alle,

Wir kommunizieren in Deutsch hier im Forum und aus dem Grund präsentiere ich Merkwürdigkeiten in unserer Sprache zum reflektieren.

Ich habe die Beispiele so geschrieben, das sowohl Deutsch Muttersprachler als auch nicht Deutsch Muttersprachler einen Einblick erhalten.

Beispiel 1: Willkommen = Will-kommen - nicht-da
im Türkischen: Hos Geldin - Freudig gekommen/angekommen

Beispiel 2: verloren verlässlich verstehen vergehen verwunder verbogen verdreht verkehrt verlaufen verspielt verführt verhalten vekehren verweigern versuchen verhöhnen vertiefen vergeigen veräppeln vergreifen verhindern vertuen verbringen verletzten versetzen verschenken vertrauen vertragen verlieben verdienen

Im Türkischen existiert keine ver Variante.
Dieser VER-Worte bringen die Wörter in ein negatives Feld. Einer möchte sagen das er verliebt ist, man hat das ver genutzt und es energetisch eingetrübt und nicht immer das 100% ausgedrückt was man fühlt.

Weiteres Beispiel: erbaut, errichtet usw
Wer ist er?

Personen - versachlicht - besser Menschen

Es ist in der energetische Ebene eine Herausforderung für den Empfänger.

Wie sind eure Gedanken?

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Salaam! Deine Themen gefallen mir :slightly_smiling_face:
Du meinst, dass wir indirekt unterbewusst alles eher im negativen beschreiben?
Das Unterbewusstsein macht laut Forschungen 70% vom gesamten Bewusstsein aus, was ja ein sehr beträchtlicher Anteil ist.

Vielen Dank! Es entwickelt sich tatsächlich eine spektakuläre Dynamik in der Gruppe.

Ich meine wir kommunizieren energetisch raubend und wenn wir von erbaut errichten reden, wem mächtigen wir und wem führen wir diese Wort - Kraft - Werte zu. Im Beispiel zur Nutzung: will kommen oder Personen distanzieren und isolieren wir uns (Warum?) . Ich habe weitere Analysen die ich fertigstellen und weitergeben werde bei Interesse.

Ich bin bei der Redewendung: „Grüß Gott“ immer etwas stutzig und weiß nicht ob ich das so so zurückgeben darf deswegen ignoriere ich sie.
Ich weiß nicht wieso, aber es hört sich irgendwie so an, als ob man das ins lächerliche zieht.
Und ich bin unserem Herrn ja ergeben

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Eine Erinnerung zum Gedenken zhikr? :slight_smile:

Wie reagierst du dann auf Servus (wird in den Raum auch gerne gesagt) ? Kannst gerne im Latinum mal stöbern…

Sklave, falls ich Richtig recherchiert habe?

Richtig, es kommt aus dem Lateinischen (servus für „der Sklave“, „der Knecht“) und soll in Kurzform „Ich bin Dein Diener“ oder „zu Diensten“ bedeuten.
Servus wird als Begrüßung ebenso wie zur Verabschiedung verwendet.

Und Unilever/Knorr macht um die Zigeunersauce rum…

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Murad du haust immer Threads raus :sweat_smile:gefällt mir :slightly_smiling_face:

Nachrichten = Nach - richten (Gedankensteuerung)

Personalausweis = Personal (für den Staat?)

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Hallo, Ahmet!

So wie im Arabischen haben wir auch im Deutschen die Möglichkeiten der Wurzelanalyse, anhand derer wir die ursprüngliche Bedeutung und die Herkunft ableiten können.

Das Wort willkommen stammt vom spät-althochdeutschen Wort willechomen, das sich im Mittelhochdeutschen zu willekommen entwickelte. Es ist ein Kompositum mit dem Substantiv Wille und dem Verb kommen. Die Bedeutung ist: Du bist nach Willen (nach Wunsch) gekommen, es ist mein Wille und mein Wunsch, dass du gekommen bist.

In dieser Bedeutung sage ich also: Willkommen im Forum, Ahmet! :slightly_smiling_face:

Das Präfix „ver-“ hat sich aus mehreren gotischen Vorsilben entwickelt, nämlich faίr (=heraus-), faύr (=vor-, vorbei-) und fra (=weg-).

In der heutigen modernen deutschen Sprache hat die Vorsilbe ver- diverse Verwendungsmöglichkeiten:

Bei Verben wird ein Verarbeiten, Verbrauchen, Verderben, Verschwinden, Verschließen, Hinbringen der Zeit (wie etwa verschlafen) und Irreführen/-gehen zum Ausdruck gebracht.

Die Vorsilbe ver- bei Adjektiven wird benutzt, um Bewirkungsverben zu bilden, wie beispielsweise vergüten oder verfeinern oder verbessern.

Wörter mit der Vorsible ver- bringen also entgegen deiner Aussage nicht notwendigerweise Wörter in ein negatives Feld. :wink:

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Bei Nachrichten verstehe ich das so, das erst etwas passiert, und man kann dann davon. Erst daNACH beRICHTEN

Sehr schön kombinert, Ahmet, etymologisch sieht das allerdings wie folgt aus:

Das Wort Nachricht ist seit dem 17. Jahrhundert in Gebrauch. Vorher hieß das neuhochdeutsche Wort „Nachrichtung“ mit der Bedeutung „etwas wonach man sich zu richten hat“, also eine Anweisung. Später erweiterte sich im Sprachgebrauch die Bedeutung auf „Mitteilung mit Anweisungen“ und dann allgemein auf Botschaft respektive Neuigkeit, also Nachricht, wie wir es heute verstehen.

Salaam! :slightly_smiling_face:

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Sehr interessant. Danke!

Selam Gunnar,

Woher weißt du denn das?

:joy: :joy: :joy: :joy: :joy:
Salaam, Tom!

Unter Anderem gebe ich Leuten, die Arabisch als Muttersprache haben und die B1-, B2- oder C1-Prüfung in Deutsch ablegen wollen, Deutsch-Unterricht.

Neben Grammatik und Syntax vermittle ich die Wortbildungslehre, wozu auch das Thema der Affixe (Präfixe und Suffixe) gehört.

Was die Etymologie betrifft, so handelt es sich eher um ein privates Hobby, besonders was das Arabische, aber natürlich auch das Deutsche betrifft. Bei diesem Thema nehme ich in der Regel die jeweils erforderlichen Nachschlagewerke zu Hilfe, weil meene Denkmurmel zu kleen ist, um allet uffzunehmen und stets parat zu ham! :worried: :face_with_monocle:

Salaam
Gunnar :green_heart:

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Von Substantiben und Adjektiven habe ich schon mal was gehört :joy:
Alhamdullah schön das wir alle verschieden sind!:grin:

Vllt sollte man doch alles nicht so schwarz malen mit der Gesellschaft :thinking:danke für die andere Sichtweise :slightly_smiling_face:

Selam

Affixe, Präfixe und Sufixe, sind die nicht aus dem kleinen Dorf in Gallien ? :joy::joy::joy:

Selam

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Ja, Hajridinix, und weil sie von Miraculix keinen Zaubertrank bekommen haben, haben sie sich nach Deutschland in den Duden abgesetzt.

Viele Grüße von Gunnarix! :joy:

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Das „Grüß Gott“ ist eine Kurzform für „es grüße dich Gott“ (im Bayerischen sagt man ja z.B. auchnoch kürzer „Griaß di“ ) was die Bedeutung etwa hat von „es segne dich Gott“

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