Botschafter des Bundes/ 19er Code

Frieden miteinander,

Was ist eure Meinung zum Botschafter des Bundes (Rashad Khalifa) und dem 19er Code?

Da man für gewisse Personen kein Muslim mehr sei, wenn man Rashad Khalifa und/ oder den 19er Code ablehnt.

Was in meinen Augen dem Koran widerspricht und dem Versprechen seitens Gott. (Siehe 64:4 und 2:62 unter anderem)

Persönlich hab ich mich bis jetzt mit dem 19er Code nur oberflächlich beschäftigt.

Mir ist nur bekannt dass durch die Anwendung des 19er Code, zwei Verse der Sure 9 wegfallen bzw. nicht in den Koran gehören würden.

Bin gespannt auf eure Antworten.

Peace

Frieden auch Dir,
für mich macht Code 19 keinen Sinn, in erster Linie, weil ich den Koran mach seiner Aussage bewerte. Diese Aussage ist beständiger als alle Versuche, die Göttlichkeit des Korans nach äußerlichen Maßstäben zu beurteilen. Umgekehrt ergibt sich daraus die Frage: wenn Code 19 definitiv widerlegt wäre, würden die jetzigen Code19-Anhänger den Koran dann ablehnen? Wenn nicht, dann ist Code 19 letztlich irrelevant; wenn doch, dann steht ihr Glaube auf dünnen Füßen.

Leuten, die anderen das Muslimsein absprechen, mißtraue ich grundsätzlich, weil niemand dazu das Recht hat (wobei ich zugeben muß, daß ich bei Terroristen selbst dazu neige).

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Ich habe den Koran gelesen und immer gedacht: damit kann man gut leben. Es gibt keine übertriebenen Wunder, es gibt keine übertriebenen Strafen, besonders, wenn man die Zeit betrachtet, in der der Koran geschrieben wurde. Der Koran ist einfach ein sehr vernünftiges Buch. Mir bedeuten Zahlenspielereien gar nichts. Ich lasse mir auch nicht von anderen sagen, ob ich Muslim bin oder nicht. Für mich ist Muslim der, der sich als Muslim bezeichnet. Bei manchen bin ich allerdings nicht mit ihrem Handeln einverstanden.

Friede für alle

Ich möchte mich vorab für alle Grammatik Fehler entschuldigen, ob für diese oder kommenden Kommentaren.

Meine Wenigkeit hat sich mit der Sache Mathematik und Koran Amateurhaft beschäftigt, ob 19, 99,365,7 oder ähnliche
Vorkommnisse in Koran, mag sein das die eine
oder andere zahlen Zusammenhänge aufweisen doch diese sind nicht die einzigen Beweise um den Koran als Gottes Offenbarung zu beweisen, zum einen , und zum anderen was machen die Leute die bis dato des entdeckens von dieser Zusammenhänge noch nichts Wusten?

Wie kann man als Gläubige
an den Koran Zweifeln wo Gott in Bakara 2
erwähnt das an koran kein Zweifel möglich ist ?

Ich schließe mich Regine an, und möchte folgende Aspekte noch hinzufügen.

Wegen der Formel oder Code 19 ein oder zwei Worte, Sätze,oder Verse Gottes nicht zu akzeptieren widerspricht folgende Verse

„Dies ist das Buch, an ihm ist kein Zweifel möglich, es ist eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen,“
(Al-Baqara - 2)

! Kein Zweifel Möglich !

„Wir, ja Wir haben die Ermahnung hinabgesandt, und Wir werden sie gewiß bewahren.“
(Al-Hijr - 9)

!Wir Werden Sie Gewiss Bewahren!

Die abläugner der letzten beiden Verse von
Süre Tevbe , übersehen folgendes .
In diesen beiden Versen kommt zwei mal das Wort Allah vor und genau deswegen passt
es genau durch diese Situation nicht in den
19 Formel und genau hier frage ich mich
ist Allah so klein um in diesen Formel hineinzupassen!?

Alles andere passt wunderbar, doch genau
Hier sollte man doch überlegen das Allah
nicht berechenbar ist und noch nicht mal das Wort Allah in diesen Formel passt .

Abgesehen von dieser Erklärung sollte
Kein Gläubiger an den Koran zweifeln
egal welche Beweggründen oder mathematische Formeln zu einer Sache passend ist oder nicht .

6:115 Und das Wort deines Herrn ist in Wahrheit und Gerechtigkeit vollständig. Keiner vermag Seine Worte zu ändern, und Er ist der Allhörende, der Allwissende.

!Niamand Kann Seine Worte Ändern!

Der Qur’an ist seit der Entstehung unverändert.

Salaam und ja, Ahmet, aber die Frage mag erlaubt sein: Was ist in diesem Zusammenhang mit Quran gemeint? :thinking:

Sind es die Worte Allahs auf einer „wohlverwahrten Tafel“?
Sind es die zur Zeit des Gesandten Muhammad aufgeschriebenen und gesammelten geoffenbarten Verse ohne Vokalzeichen und ohne diakritische Punkte, von denen Uthman leider viele Versionen vernichtet hat?
Ist es der im Laufe der Zeit entstandene und in der heutigen Form vorhandene „Mushaf“?

Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, über das Thema der Vokalisierung und Setzung der diakritischen Punkte zu reflektieren. Ich möchte ein Beispiel nennen:

Sam Gerrans geht davon aus, dass es den Gläubigen verboten ist, sich Masdjid al-harām zu nähern. Und er begründet das mit Sure 9:28. Im heute vorliegenden Mushaf heißt es im Arabischen:

فلا يقربوا المسجد الحرام, fa-lā jaqrabu-l-masdjida-l-harām,

was übersetzt heißt: Sie sollen Masdjid al-haram nicht nahekommen. Sam Gerrans argumentiert nun, dass im Quran an anderen Stellen das Verb immer in der zweiten Person Plural vorkommt, was im Arabischen تقربوا taqrabū heißt. Er sagt:

"The total number of instances of the form I of this verb is 11. They occur at 2:35, 2:187, 2:222, 4:43, 6:151, 6:152, 7:19, 9:28, 12:60, 17:32, 17:34.

Any student who cares to review this list may confirm that all instances are in the plural and all cases are preceded by the negative particle .

In 10 of the 11 instances we have qaraba + + the jussive mood and one case (12:60) where is is followed by the imperfective mood. In all cases it provides a direct warning against approaching something or, as in the case of 12:60, provides a statement of limitation of access to something.

Only in the Traditionalist’s reading of 9:28 is the subject anything other than the second person (you) form (i.e. approach you not[…]). Instead, here we have the verb in the third person plural: […]they approach not[…].

The verse at 9:28, then, stands out as immediately conspicuous because:

  • all 11 instances of this verb form in the Qur’an are preceded by la
  • all 11 forms are in the plural
  • no less than 9 of the 11 are the second person plural imperative (approach you not) using the jussive
  • the one instance where the jussive is not used still uses the second person plural (you approach not)
  • it is only at 9:28 (which uses the jussive) where the Traditionalist has pointed the text not as second person plural (approach you not) but third person plural (let them not approach)
  • the difference between second person plural and third person plural is merely that of placing a diacritical point to achieve ya rather than ta (the placing of two dots below the stem rather than above it) – an arbitrary choice in any case and not one intrinsic to the original unadorned text … the believers are told to forsake al masjid al ḥarām at 9:28 makes far more sense than not to allow idolators near it; the believers are not to give up fighting to protect the law of God."
    Zitiert von https://www.quranite.com/al-masjid-al-haram-in-the-quran/

Die Frage respektive das Problem ist also, wie wir feststellen können, was beispielsweise im von Sam Gerrans vorgetragenen Fall die richtige Version ist:

يفربوا jaqrabū
oder
تقربوا taqrabū

Die beiden diakritischen Punkte machen den Unterschied - einen gewaltigen Unterschied! Und die Argumentation von Sam Gerrans klingt logisch und nachvollziehbar und ist sicher nicht so einfach von der Hand zu weisen.

Und Allah weiß es am besten!

Salaam
Gunnar :green_heart:

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Hehe. Es heißt auf „dünnem Eis“ oder „wackeligen Füßen“ aber nicht „dünnen Füßen“.

Das ist sowieso rassistisch - die armen Leute mit dünnen Füßen :smiley:

Alles gut :wink: kein Problem für uns.

Der 19er code ist zuallererst mal kein code sondern wenn überhaupt eine herbeigeführte (!) statistische Unwahrscheinlichkeit, die dem Glauben so nicht hilft. Die 19 ist zudem primär für Juden und Christen interessant, es steht:

Wir haben ausschließlich Engel zu Höllenwärtern (ashaaba n-naari) gemacht. Und wir haben ihre Anzahl (Zahl 19 aus Vers 74:30) nur zu einer Versuchung für diejenigen gemacht, die ungläubig sind, damit diejenigen, die die Schrift erhalten haben, sich überzeugen lassen würden und diejenigen, die gläubig sind, sich in ihrem Glauben, bestärken lassen würden und (damit) diejenigen, die die Schrift erhalten haben, und die Gläubigen nicht Zweifel hegen würden und damit diejenigen, die in ihrem Herzen eine Krankheit haben, und die Ungläubigen sagen würden: „„Was will denn Allah mit einem solchen Hinweis (mathal)?““ So führt Allah irre, wen er will, und leitet recht, wen er will. Über die Heerscharen deines Herrn weiß nur er (selber) Bescheid. Es ist nichts anderes als eine Mahnung für die Menschen (baschar).

Kein Jude oder Christ kann mit einer dem Koran allein anhängenden Statistik für seine eigene Bibel etwas für sich gewinnen. Allein da wird der 19er code schon unmöglich.

Allgemein ist weiterhin festzuhalten dass es in den Schriften um den Glauben geht und nicht bis zum Computerzeitalter warten zu müssen, damit Menschen die 19 zurodnen können. Wobei die Erstellung der 19er code Methodik an sich fehlerhaft ist.

Selam Eddy,

Du schreibst „es steht“. Kannst du mir helfen? WO steht denn das?

Ist das etwa 74 :31?

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  Sorry hab's jetzt auch
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Steht in 74:31 in Bezug zum 19er code fang bei 74:30 an

Welche „Rasse“ hat denn dünne Füße?

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Das ist ja interessant. Man müsste mal gucken, ob andere Verse die eine oder andere Lesart unterstützen.

Gemeint ist Menschen mit „dünnen“ Füßen zu diffamieren.

Masjid al-haram ist eine Gebetsstätte wo Menschen die Kaaba in ihr umkreisen laut Koran usw.

Wobei natürlich, jeder der kein Götzendiener ist, da hin darf. Juden Christen Muslime Sikhs usw.

Ja gut das ist kein Argument. In der Grammatik geht es nicht nach Statistik. Bring mal eine entsprechende Lesart.

Salaam, Besi,

so wie ich RK verstehe, war er ein strenger Verfechter des Tauhid, also des absoluten Monotheismus, und der Meinung, dass man als Muslim nur dem Quran zu folgen habe. Allein das beweist meines Erachtens schon, dass er keinen Schirk beging.

Wenn RK sagt, dass Satan „a temporary God“ sei, dann begründet er das mit zwei Versen aus dem Quran, als da sind 2:30 und 36:60. Diesen Gedankengang finde ich sehr interessant. In 2:30 wird ja gesagt, dass der „Khalifa“ auf Erden Verderben verbreiten und Blut vergießen wird, was man auf den Satan voll und ganz anwenden kann. und in 36:60 ist davon die Rede, dass man den Satan nicht anbeten soll. Satan wird also als ein Anbetungsobjekt beschrieben, also als ein Gott im Sinne von einem Götzen, denn sowohl das englische Wort God als auch das deutsche Wort Gott kann Götze oder Gottheit bedeuten und Plural und feminine Formen bilden, weshalb ich ja unter Anderem auch der Meinung bin, dass man „Allah“ lieber nicht mit „Gott“ übersetzen sollte. Ich sehe also, dass der Gedankengang von RK auch im Hinblick auf 36:60 gar nicht so abwegig ist - und schon gar nicht als Schirk zu bezeichnen ist.

Was den von RK benutzten Ausdruck „temporary“ betrifft, so verweise ich auf Sure 7:14-15, wo es heißt, dass Allah dem Satan einen Aufschub gewährt. Das Wort „temporary“ hat also auch seine Berechtigung.

Summa summarum: Ich bin fest davon überzeugt, dass RK eine strenggläubiger Monotheist war, viel Gutes für die Muslime getan hat und niemals Schirk begangen hat. Man könnte höchstens sagen, dass seine Meinung auf einer fehlerhaften Beweisführung beruht, was ja nicht mit Schirk gleichbedeutend ist. Alle Menschen machen Fehler, und übrigens auch der Verfasser des von dir geposteten Videos. Wenn du mal die Kommentare zu seinem Video liest, dann wirst du sehen, dass ihm ebenfalls Fehler in seinem Video bescheinigt werden können. Das gilt übrigens auch für andere Videos von ihm.

Möge Allah RK und alle, die sich für das Einhalten und Verbreiten des absoluten Monotheismus und des Befolgens des Quran einsetzen, reichlich belohnen und bei eventuell vorkommenden Irrtümern und Fehlern gnädige Nachsicht üben!

Salaam
Gunnar :green_heart:

Da kann ich nicht folgen. Auch im Koran fällt der Begriff „Götter“, deswegen lässt man den Begriff „Allah“ nicht raus. Wenn es um Götter / Götzen geht erklärt das durchgehend der Kontext. Kein Deutscher kommt ins Grübeln wenn es um „den“ Gott geht. Niemand denkt da an Götter.

Allah kommt von al ilah -> der Gott. Das wird sich wohl vom hebräischen (evtl auch anderen semitischen Sprachen) eloah / el ableiten. Wichtig ist dass „Allah“ laut Koran (der) Gott bedeutet. Deswegen heißt es ja auch: „Kein Gott außer (dem) Gott“ (zB 37:15). Niemand verwechselt da Gott mit einem anderen Gott.

Allah mit Gott zu übersetzen ist darüber hinaus noch vor allem deswegen wichtig, den Gott der Bibel mit dem des Koran zu verbinden und keinesfalls zu trennen.