Der Packt - Eine Geschichte

Der Packt

  1. Rückblende
  2. Ich will Macht
  3. Ein Besucher
  4. Meine erfüllten Wünsche
  5. Der Abgrund
  6. Oh Gott!

Rückblende: Ja es gab eine Phase, wo mir das Sein und der Alltag dermaßen auf die Nerven gingen, dass aber mir auch alles Angefangene misslang. Im Beruf, leider war ich ein Handwerker, der aus komischen Gründen sein Können nicht perfekt umsetzen konnte, im Haushalt war ich eine Katastrophe und sonst hatte ich kaum einen Eigenantrieb ja nicht genug Ehrgeiz meine Pläne umzusetzen. Nun wie kam ich auf Zauberei? Das fing bei mir vor einigen Monaten an, als ich in einem YouTube Video vorgeführt bekam, wie man Hellsehen erlernen Konnte. Ich hätte diesen Clip wieder vergessen, wenn nicht der Typ, der seine Künste vorstellte, gesagt hätte dass es ihm blendend dabei ginge, da er durch Hellsichtigkeit ein Vermögen an der Börse gemacht hätte. Ein Raunen in Meinem psychischen Hintergrund sagte mir. „Das kannst du auch haben, lass es dir nicht entgehen.“

Ich will Macht: Nun da stehe ich heute, ich habe paar Kurse besucht, die nicht Billig waren. Hatte mir Bücher, Zauberutensilien, ein Quija Brett und schwarze Kerzen besorgt. Habe Flohmärkte und Esoterik laden abgeklappert. Und dazu habe eine Astralreise gemacht, die nicht lange gedauert hat. Aber es war nicht genug, es blieb immer nur bei einem Hauch, ich konnte noch nichts erfassen was ich wollte. Es war Macht, wonach ich verlangte, Hellsichtigkeit, Wissen und Dinge beeinflussen. Nur war das Problem dummerweise so, dass ich nicht weiter kam, es war als stände ich in einem Labyrinth und wusste nicht die Wegbeschreibung, die zu meinem Ziel führte. Ich brauchte Hilfe, nur von wem? Einen Meister? Einen Guru? Die wollen alle nur einen Ausnutzen, statt das sie mir die richtig schwarzen Künste beibringen. Ich kannte natürlich einige Geschichten von den Großen Magiern, wie Alester Croley und Jon Dey, auch dass sie im Kontakt mit Geistern gestanden haben sollen. Von denen haben sie dann ihre Kräfte und Fähigkeiten erworben. Eigentlich glaubte ich nicht an Geister und Gespenster, dass fand ich Kindisch, aber ich war schon so weit im Okkulten drinnen, dass ich es nicht ganz abstreiten wollte.

Ein Besucher: Bei der nächsten Astralreise hatte ich mir vorgenommen speziell nach Wesenheit Ausschau zu halten. Zuvor war ich nur ein passiver Reisender gewesen, nun wollte ich gezielt einen Kontakt aufbauen. Aber ich war überrascht wie schnell dies geschah. „ Das freut mich außerordentlich, dass du mit mir in regen Austausch treten willst.“Diese Stimme kenn ich doch, dachte ich. Ich sah ein fahles Licht auf mich zukommen, das aus einer bräunlichen Wolke kam. „ Ich werde dich zum Auge führen, in die Abgründe der Macht, zum Auge der Erkenntnis.“ Ich Zögerte und bevor ich mir bewusst wurde, worauf ich mich überhaupt darauf einließ, sagte ich:“Einverstanden, zeige es mir.“ Der Geist enthüllte sich, und zeigte seine Gestalt. Ein Grey, ein Wesen aus der Scince Fiction Literatur, dachte ich. „Nenn mich Begleiter, oder wie du willst. Aber es ist noch eine Bedingung von Nöten, bevor ich dich in die Höheren Geheimnisse einweihen kann.“ Wie aus dem Nichts gab er mir eine Liste von Anweisungen, in meine Astrale Hand und sagte mir zu meinem Erstaunen. „Nun höre mir gut zu, wenn du in die Welt, des Irdischen zurück kehrst, wirst du folgende Punkte auf dieser Liste in die Tat umsetzen, damit wir erfolgreich zusammen arbeiten können. Dies ist der Schlüssel, den ich dir anbiete, es liegt an dir, ob du ihn nutzt.“

Meine erfüllten Wünsche: Den Schlüssel anzunehmen und die Forderungen des Geistes nachzukommen, eröffnete mir mehr und mehr Möglichkeiten. Ich hatte nie daran geglaubt, dass es so einfach sein kann, da die Anweisungen nicht schwierig waren sie umzusetzen. An Paar schlechte Taten eine negative Grundhaltung gegen Menschen und Umwelt, so wie das wichtigste, denn Geist zu lieben, Gott abzulehnen und regelmässig Rituale durchzuführen. Dadurch bekam ich Erfolg im Glücksspiel und im Spekulieren, mit dem schnellen Geld, kam auch das schnelle Leben. Partys, neue Freunde einhergehen mit Türen und Tore, die sich für mich öffneten. Ich war wer. Bekannt als Playboy und als Medium, mit einer gut laufend Praxis. Bald schon eine eigene esoterische Sekte mit gut zahlenden Anhängern, der Guru, der im Geld schwamm, alles was ich anpackte wurde zu Gold. Ich rockte jede Party, und war immer dabei, die Tanzflächen und Lichter Flackerten, und die Laune in den Bars und Discotheken der großen Städte, erfasste mich mit ekstatischer Elektrizität. Meistens zog ich mit meinen „Gefolge“ von Party zu Party, die in den verschiedensten Clubs stadtfanden. Die Kellerbars waren, zwar gemütlich, aber zu voll und klein. In den großen Clubs ging es richtig ab, Drogen, Alkohol und Schlägerreihen und ich war immer da bei. Es ging nicht anders, meine „Freunde“ zogen mich immer mit, sie waren cool und gesteilt, Hammer gelaunt, es war nie langweilig, da sie mich inspirierten. Diese Welt war Bund laut und schrill, sie umgab mich und ich genoss es in vollen Zügen, Exzesse, Abnormes und Perverses zogen mich an, statt mich abzustoßen, und ich merkt nicht, dass ich von einer Krankheit befallen war, die nicht weltlicher Natur war, sondern geistiger.

Der Abgrund: „Ich kann schlecht schlafen“ sagte ich zu dem Arzt, bei der Sprechstunde. Ich hatte einen Termin ausgemacht, weil ich immer öfters Schlafstörungen hatte. Bis auf einige Schlaftabletten ist dabei nicht rumgekommen. Es ging wirklich nicht besser, da ich immer mehr in eine Art Schlinge eingebunden wurde. Unangenehme würgende Gefühle, Ängste und Aggressionen nahmen mein Gemüht in Anspruch. Es war noch nie so, ich hatte damit keine Probleme gehabt, ich war ein ungehemmter Mensch, der mutig alles in Angriff nahm. Gewöhnt in seinem Leben die Regeln selber zu schreiben, da ich mich als Mittelpunkt der umgebenden Welt empfand. Jetzt wurde ich alles leid, und bekam immer mehr eine Distanz zur Welt. Entziehen und Flucht, dass was ich Früher für mich Fremdworte waren, wurden zum Bedürfnis. Ich verschloss mich, brach meine Kontakte ab, wachte nach furchtbaren Nächten, voller Paraneuer und Desorientierung an komischen Orten auf, wie auch diese am Abend aufzusuchen, um stundenlang vor mich hinzustarren und meinen Gedanken hinterher lief. Es gab sich den Anschein, dass es sich immer um den Nullpunkt drehte, der das Ich verdrängt hat als Mittelpunkt und nun um der sich jetzt die Welt drehte.

Oh Gott: Der Nullpunkt, ein Zustand des Nichts, der Desillusionierung und des absoluten Chaos. Ich war völlig am Ende, runtergezogen und verzweifelt. Ich habe alle meine Fähigkeiten verloren und saß tagelang in irgendwelchen heruntergerockten Ecken und starrte vor mich hin. Das Chaos meiner Seele und die Verwahrlosung der Orte, wo ich mich aufhielt ergänzten sich. Düstere, feindselige Gedanken quälten mich Tag und Nacht. Die Heilsferne, dass fehlen des seelischen Friedens war bei mir zur Vollkommenheit gelangt. Ich dachte mir, dass dies nicht sein kann. Ist das nur ein Scherz? Ein böses Spiel? Oder gar ein Test, den ich bestehen muss? Wenn das so ist, Oh Gott, dann habe ich schlecht abgeschnitten, alles verpatzt. Ich habe ja keinen Schimmer von Gottes Erwartung, wo sind Seine Regeln und Anforderungen? Ja ich muss suchen, um wieder zur Hingabe und Frieden bei Gott zu gelangen.