Der Zweck des Menschen und die islamische Antwort


#1

Der Zweck des Menschen und die islamische Antwort

Jeder Mensch hat sich seit jeher gefragt, warum er und wofür er existiert. Viele stellen sich
die Frage, wie sie handeln sollen und ob dies einen grundlegenden Sinn hat. Gibt es die richtige Handlungsweise, um im Leben zurechtzukommen? Oder wie vermeide ich ungewollte Konfrontationen, die mit Sicherheit einen mehr oder weniger im Leben Probleme
bereiten? Der Mensch ist generell in diese Welt gesetzt und hat seine Herausforderungen zu
bewältigen, ob es der tägliche Überlebenskampf ist, oder die Auseinandersetzung mit bestimmten Menschen und eine technische Problemlösung bei gewissen Arbeitsprozessen,
dies Charakterisiert alles einen Prozess, der als Zweck, ein bestimmtes Ziel anstrebt. Eins wissen wir bestimmt, dass wir unsere Existenz in der gegebenen Situation nicht frei bestimmen können(1), auch ist es eine Tatsache, dass der Mensch meistens was anderes will,
als das, womit er in seiner Existenz konfrontiert wird.
Nach seinem Bedürfnis will, der natürliche Mensch immer das Optimale, das er in seinem Lebensverlauf relativ selten bekommt. Dies hat die Folge, dass er danach strebt und versucht dieses Optimum zu erlangen.
Dabei gibt es zwei Anschauungen, die eine unterschiedliche Herangehensweise vorschreiben.
Die Aufklärung und der Islam sind jeweils unterschiedlicher Anschauung, was diese Herangehensweise betrifft. Der Mensch der Aufklärung, sieht sich als Zweck an sich selbst
und versucht seinen Zweck und Zielsetzung selbst zu bestimmen.
Dabei will er in einem kausalen Prinzip seine Zielsetzung durchsetzen und anerkannt werden, nur ist dieses Unterfangen zur Entwertung verurteilt, da er immer in direkter oder indirekter Konfrontation mit anderen Interessenvertretern steht, die seine Zielsetzung verneinen. Somit ist der, nach der Anschauung der Aufklärung, Endzweck verneint. In diesem Fall vollkommen Sinnlos,
da die Motivation sich als Endzweck zu verstehen, nicht aufgehen kann. Und wer sich nach
dieser Anschauung ausrichtet, der wird sich in einen Wirrwahr von ungelösten Konflikten
wiederfinden, ohne seine Zwecke endgültig zu manifestieren.
Schauen wir zur anderen Herangehensweise, die der islamischen Leere entspricht. Des Menschen Situation ist gegeben und er muss nach einem bestimmten Prinzip handeln,
um bestimmte Zwecke, die ihm auferlegt wurden, zu erfüllen. (K) Dies kann der Jenige,
der nicht an den Islam und andere Religionen glaubt bestreiten, nur hat er dabei nicht bedacht,
dass die Dinge in der Natur zweckmäßig sind, und ihren Zweck nicht selbst erstellen.(L)
Somit ist der Mensch nach der islamischen Leere, sowie im realen Umfeld, dazu verpflichtet
seine gegebenen Anforderungen zu Bewältigen und der gegebenen Zwecksetzung gemäß der
Offenbarungen anzustreben.
Um diesen Sachverhalt genau zu erläutern, ist dies wie eine Richtschnur, die einen bestimmten Weg angibt, wo auch das Individuum genau weiß, welche Rahmenbedingungen und Schritte gut sind. Gut deshalb, weil die Zielsetzung weder schädlich für die Umwelt, noch
sich als objektive Sinnlosigkeit entpuppt.


#2

Ich denke, man tut der Aufklärung unrecht, wenn man sie nicht in ihrem historischen Kontext betrachtet, nämlich den Strukturen, in denen die Kirche große Macht hatte und damit wissenschaftliche und kulturelle Weiterentwicklungen unterdrückt hat, alles angeblich im Namen Gottes. Da sind gewisse Gegenreaktionen nicht verwunderlich (was heutzutage immer noch u.a. in sogenannten islamischen Staaten praktiziert wird).
Im übrigen hat der Mensch im Koran auch einen hohen Stellenwert, steht im Mittelpunkt der diesseitigen Welt. Und Aufklärung bedeutet nicht automatisch Atheismus.