Dschinn im Koran

Selam
Wenn ich Dschinn höre bringe ich das oft noch mit Geschichten aus Tausend und einer Nacht und Disney zusammen. Aber was sind Dschinns überhaupt.
Können sie wirklich für Menschen zaubern? Sind sie Satane? Oder sind sie Geschöpfe aus einer Parallelwelt?
Vielleicht trifft alles drei auf diese zu.
Die Geschichte von Aladdin ist auch sehr interessant in diesem Zusammenhang.
Diese Geschichte kommt ja ursprünglich aus der Sammlung „Tausend und eine Nacht“. Da dieses Werk laut Wikipedia um das 8. Jahrhundert „islamisiert“ wurde, würde mich wirklich interessieren ob Gestalten wie Flaschengeister doch nicht mal so fiktiv sind

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Salām Nicolas & alle anderen :slight_smile:

Sehr interessante Frage/n :+1:

Diese Playlist von Sam Gerrans dürfte sehr interessant sein :

LG aus NRW :evergreen_tree: :deciduous_tree:

:blue_heart: :lion: :chipmunk: :+1:

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Das Video betrifft nicht die Dschinn.

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6:100 Und sie haben Gott die nicht Sichtbaren als Teilhaber festgesetzt. Und er ist der, der sie gestaltet hat. Und sie wollten ihn mit Söhnen und Mädchen durchlöchern, ohne ein Wissen zu haben. Und ihm ist die Herrlichkeit. Und er ist höher über das, was sie andichten.

Dschinn können auch Ergebene sein (vgl. 72:5).

Selbst die Engel werden u.a. mit „Dschinn“ bezeichnet werden, ergibt sich aus einer Schlussfolgerung aus den Versen 16:57; 53:21; 37:149; 37:153; 43:16; 52:39, wonach beschrieben wird, dass die Polytheisten eine Linie zwischen Gott und den Engeln begründeten, in dem sie die Engel als Töchter Gottes ansahen und neben Gott die Engel anbeteten.

Was bedeutet Dschinn?
Das Wort Dschinn stammt ausgehend von der Wortwurzel für „unsichtbar“, „verstecken“, „verschleiert vor den Augen“ oder „verrückt“ und bezeichnet in ihrer mehrdeutigen arabischen Bedeutung überwiegend Lebewesen, die vor den Sinnen verborgen sind, mithin umfasst der Begriff nicht sichtbare Wesen oder (noch) nicht näher definierte unsichtbare Kräfte wie bspw. elektromagnetische Kräfe (Dschinn im weiteren Sinn).

Anders als im Volksglauben, handelt es sich bei denen im Koran genannten Dschinn, nicht um unheimliche dämonische Wesen, was als Aberglaube einzuordnen ist und daher nach dem Koran zurückzuweisen ist.

Dschinn im engeren Sinn sind in der koranischen Schöpfungsgeschichte bereits vor den Menschen aus „rauchlosem Feuer“ (vgl. 15:27; 55:14f) erschaffen worden, so dass angenommen werden muss, dass sie in Unterschied zu dem Menschen anorganisch bzw. als reine Energiewesen klassifizieren sind.

Im Koran werden Dschinn häufig erwähnt, wobei zu beachten ist aber, dass Gott die Menschen allein zu nachfolgenden Ḫalīfa (türk.: Halife) auf Erden gemacht hat und nicht die Dschinn.

Gott hat die Menschen allein zu Ḫalīfa (arabisch: خليفة, türkisch: Halife, deutsch: „Nachfolger“) festgesetzt. Sie wurden die Nachfolger der Engel, insbesondere auch von Iblis, der sich dagegen auflehnte und damit zum „Durcheinanderwerfer“ wurde, vgl. 2:30; 6:165; 7:11-7:24; 7:69; 7:74; 10:14; 10:74; 10:92; 11:57; 17:62; 24:63; 27:62; 35:39; 38:26; 38:71-38:85.

Ausdrücklich gilt die Verkündung der göttlichen Schrift nicht nur für die Menschen allein, sondern genauso auch für die Dschinn. Sie sind wie die Menschen dazu geschaffen, Gott zu dienen (vgl. 51:56).

Es wird differenziert zwischen Dschinn, die zur Überzeugung und damit verbunden zur Anerkenntnis gelangt sind und die, die leugnend sind, deren Bestrafung die Hölle sein wird (vgl. 6:128; 11:119; 32:13; 41:25; 55:33ff).

Ähnliches lässt sich auch in der Bibel finden: Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen (Kolosser 1, 16)

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Noch eine Bitte an Dich.

Versuch den Koran mit dem Koran zu verstehen und möglichst wenig auf externe Quellen (Überlieferungen usw.) zuzugreifen.

Der Koran ist das Wort Gottes, das in Schriftform herabgesandt (schon zu Lebzeiten von Mohammed) wurde. Der Lehrer des Korans ist Gott.

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Danke für die Antworten

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