Hajj und Qibla: Verseucht durch Polytheistische Hadith-Rituale?

Jeder hat Wahrscheinlich schon mal mit dem Gedanken gespielt, die Pilgerfahrt anzutreten. JEDOCH, HAND AUFS HERZ: Schon mal über die Äußerst fragwürdigen Rituale nachgedacht?

Steine Küssen, Steine Werfen, Ums Stein laufen, Menschen die bei diesen Ritualen umkommen… Wenn man es sich Recht überlegt, ist es schon sehr Polytheistisch

Noch kurioser ist die Gebietsrichtung: Wir beten unwissentlich nicht zu Gott, sondern einen Stein an!

Denn wenn man sich Sure 2:142-145 anschaut, dann wird zwar das Wort „Qibla“ erwähnt (was nebenbei die Wortwurzel von Antreffen, Beforstehen etc. besitzt/Auch bedeutet das Wort „Hajj“ so viel wie „Debatte, Debattieren“ etc.) fällt einen auf, dass Wort „Gebet/Salat“ gar nicht erwähnt wird, geschweige denn, eine Gebetsrichtung. Interessanterweise wird auch in der Tora, in der Psalm und im Evangelium nichts von einer Gebetsrichtung erwähnt (Zwar wenden sich die Juden nach Israel, dies ist aber, wie immer, Traditioneller Natur).

FAKT IST: HAJJ/PILGERFAHRT/QIBLAH HABEN EINE GANZ ANDERE BEDEUTUNG WIE BISHER ANGENOMMEN!!!

Hier ein Paar Videos zum Nachdenken

Was meint ihr?

Herzlichste Grüße, Besi❤️

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Salaam, Besi,

und vielen Dank für deinen Beitrag!

Es handelt sich um zwei interessante und auch wichtige Themen, die allerdings beide - wie ich glaube - viel Diskussionsstoff beinhalten. Meiner Meinung nach wäre es besser gewesen, die Themen getrennt zu posten. Was meinst du?
Zum Inhalt beabsichtige ich, mich später zu äußern.
Salaam
Gunnar :green_heart:

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Selam Gunnar :grin::heart:

Danke für deine Antwort. Der Grund warum ich beide Themen zusammen Gepostet ist weil Beide Themen sehr zusammenhängend sind und ich vermute, dass um der Wahrheit näher zu kommen, wir beide Themen abwiegen müssen.

So meine Theorie :grin:

Mfg, Besi​:grin::heart:

Salaam, Besi :heart:,

dann hoffe ich mal, dass du viele Kilos auf die Waage bekommst! :slightly_smiling_face:

Salaam
Gunnar :green_heart:

„… dann hoffe ich mal, dass du viele Kilos auf die Waage bekommst!“

Ts, ts , ts… welch frommer Wunsch zur Fastenzeit… :stuck_out_tongue_winking_eye::rofl:

Hallo, Tom,

na klar, dit isn frommer Wunsch, denn mit Waage meene ick ja die Waage der juten Werke in Form viela Antworten und Feedbacks und Vorschläge! Ditte passt zur Fastenzeit wie de Faust uffs Ooje, ne? :stuck_out_tongue_winking_eye::rofl:

Haste denn ooch nen Vorschlach zum Thema? :thinking:

Salaam und möge Allah dir beim Fasten helfen und es annehmen!
Gunnar :green_heart:

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Badum Tsss! Hahahaha :joy::joy::heart:

Selam,

Nicht ganz neu deine genannten Themen.

Die Rituale empfinde ich als nichtig, da es bis jetzt keine Plausibelen Vers in den Schriften gibt.

Der Stein ist besonderes zu betrachten, da Allah den Götzendienst verbietet und die Propheten alle in der Hinsicht geweckt haben.

Na endlich kann nur Zustimmung zum ersten Post finden…

Salaam, Anamurlu!

Den Beitrag „Bedeutet Qibla Gebetsrichtung?“ halte ich für einen sehr interessanten Beitrag, der auf einige wichtige Aspekte hinweist. Danke und Respekt dafür!

Wenn wir in die arabischen Wörterbücher blicken, dann stellen wir fest, dass Qibla auch als Gebetsrichtung der Muslime interpretiert wird, dass aber die ursprüngliche sprachliche Bedeutung ganz allgemein auf etwas hinweist, dem man sich gegenübersieht und dem man seine Aufmerksamkeit zukommen lässt respektive dem man sich widmet.

Im Dictionary of the Holy Quran heißt es beispielsweise: „Direction or point towards which one turns his face or attention. In the religious usage it is the direction towards which one turns his face when saying his prayer; a place of worship.“ Weitere Wörterbücher geben als Grundbedeutung „Methode“ an.

Darauf basierend macht die im genannten Beitrag genannte Interpretation ‚Die Qibla ist eine metaphorische „Richtungsangabe“, eine „Innere Einstellung“.‘ Sinn. Unter der inneren Einstellung könnte man beispeislweise hinsichtlich der „alten Qibla“ die Thora und hinsichtlich der „neuen Qibla“ den Quran verstehen.

Gestützt wird diese Sichtweise meines Erachtens auch durch die im Quran erwähnte Antwort des Gesandten Muhammad „Allahs ist der Osten und der Westen“ im Vers 2:142 auf die Frage, warum die „alte Qibla“ nicht mehr befolgt werde. Dieser Antwort kann man entnehmen, dass Allah nicht an einen bestimmten geografischen Punkt gebunden ist und damit auch nicht das Hinwenden zu Allah.

Summa summarum: Beim Verrichten von Salā ist kein Hinwenden zu einem bestimmten geografischen Punkt erforderlich, sondern das auf einer bestimmten Methode und Einstellung, nämlich auf dem Quran basierende Hinwenden zu Allah.

Und Allah weiß es am besten!

Salaam
Gunnar

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Durch Wortwurzeln kann man nicht einfach etwas aussuchen was einem „passt.“

Das ist als ob ich ein deutsches Wort seiner Bedeutung nach, beispielsweise in der heutigen Jugendsprache, anders auslegen will. Der Islam ist keine neue Religion, orientiert sich an den vorherigen Riten der abrahamitischen Religionen. Deswegen steht zB:

19:58-59 Sie waren jene unter den Propheten, denen Allah Gnade erwiesen hatte aus der Nachkommenschaft Adams und derer, die Wir mit Noah (über Wasser) trugen, und aus der Nachkommenschaft Abrahams und Jakobs, und derer, die Wir richtig geführt und erwählt hatten. Wenn ihnen die Zeichen des Gnadenreichen verlesen wurden, fielen sie nieder, anbetend und weinend. Dann aber kamen nach ihnen schlechte Nachfahren, die das Gebet vernachlässigten und Leidenschaften folgten. So gehen sie nun sicherlich dem Untergang entgegen,

Es gibt noch mehr Verse. Die Qibla meint klar einen Gebetsort, es steht:

5:97 Gott hat die Ka’ba (Al-Ka`bata), das geschützte Haus, zu einer Stätte des Gottesdienstes für die Menschen gemacht, und (ebenso) den Schutzmonat, die Opfertiere und die (Opfertiere mit den) Halsgehänge(n). Dies, damit ihr wisset, dass Gott weiß, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und dass Gott über alles Bescheid weiß.

2:127 Und (gedenkt,) als Ibrahim die Grundmauern des Hauses errichtete, zusammen mit Isma’iI, (da beteten sie): „Unser Herr, nimm (es) von uns an. Du bist ja der Allhörende und Allwissende.

2:125 Und als Wir das Haus zu einem Ort der Einkehr für die Menschen und zu einer Stätte der Sicherheit machten und (sagten): „Nehmt Ibrahims Standort als Gebetsplatz!“ Und Wir verpflichteten Ibrahim und Isma’il: „Reinigt Mein Haus für diejenigen, die den Umlauf vollziehen und die sich (dort) zur Andacht zurückziehen und die sich (vor Gott) verbeugen und niederwerfen.“ (Siehe auch besonders: 22:26-29)

Schalom Eddy​:grin::heart:

Es stimmt, es ist eine Gebetsstätte, jedoch wird nirgends von einer Gebetsrichtung gesprochen. Es steht zwar drin, „und wo immer ihr auch seid, wendet eure Gesichter in ihre Richtung.“
, jedoch zu welchem Anlass? Wenn man sich 2:142-145 anschaut fällt einen auf dass der Begriff „Salat“ komplett fehlt. Interessant ist zu erwähnen, dass auch in der Tora, der Psalm und im Evangelium nichts von einer Gebetsrichtung steht.

Du behauptest "Durch Wortwurzeln kann man nicht einfach etwas aussuchen was einem „passt.“

Jedoch Lese man Sure 12:1

„Alif Lám Rá. Das sind die Verse des deutlichen Buches.“

Gottes Buch ist deutlich. Hierzu ein Interessanter Artikel bezüglich der Arabischen Sprache

Die Interpretationen und Übersetzungen des Korans von Sektierer ist so ausgelegt, dass sie mit aller Gewalt mit ihren Hadithen übereinstimmen, auch, Zitat „WENN DIESE NICHTS MIT DER EIGENDLICHEN BEDEUTUNG ZU TUN HAT“.

Hierzu ein Interessanter Beitrag :

Sich die Wortwurzel anzuschauen ist essentiell, weil der Wortstamm allein schon angibt, in welche Richtung die Bedeutung der Jeweiligen Stelle geht.

Mfg, Besi​:grin::heart:

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Frieden Bruder! :grin:

Doch, du sollst laut Koran Richtung Masjid al-Haram beten. In der masjid al Haram steht die Kaaba. Sie ist koranisch „der“ zentrale Ort in der Masjid al Haram. Beides kommt im Koran vor.

Nicht wenn man 17:07-111 mitberücksichtigt.

Doch im Buch Daniel steht dass man Richtung Jerusalem betet. Ferner Gottes Name dort wohnt.

Ja ist es, aber bitte nicht Bedeutungsebenen miteinander vermengen um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Aufstellen, beugen, niederwerfen (zB auf den Kinn) hat bis ins 20. Jahrhundert niemand in Frage gestellt, da der Gebetsablauf nie geändert wurde (anders als die Hutba wo es Belege dazu gibt oder die Schahada), den vorherigen Gläubigen bekannt war.

Ich wünsche dir den Frieden!

LG Eddy

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Hallo, Besi :heart:,

genauer formuliert sollte man sagen, dass in der Thora keine Verpflichtung für Gläubige besteht, Sala mit einer bestimmten Richtung zu verbinden. Denn es gibt im Buch Daniel im sechsten Kapitel die berühmte Geschichte mit dem Propheten Daniel in der Löwengrube. Dort heißt es in Kapitel 6 Vers 11 (zitiert nach Einheitsübersetzung):

„Als Daniel erfuhr, dass das Schreiben unterzeichnet war, ging er in sein Haus. In seinem Obergemach waren die Fenster nach Jerusalem hin offen. Dort kniete er dreimal am Tag nieder und richtete sein Gebet und seinen Lobpreis an seinen Gott, ganz so wie er es gewohnt war.“

Daraus kann man vielleicht auch verstehen, dass Daniel es gewohnt war, dreimal am Tag niederzuknien und Bittgebete und Lobpreisungen zu Gott zu sprechen und sich dabei in Richtung Jerusalem zu wenden, auch wenn das expressis verbis nicht im Buch Daniel steht.

Außer dieser Stelle ist mir - wie offensichtlich auch dir - keine weitere Stelle im Alten Testament oder in den Evangelien bekannt, wo von einer Gebetsrichtung, geschweige denn von einer vorgeschriebenen Gebetsrichtung die Rede wäre.

Salaam und bis denne und Tungciao!
Gunnar :green_heart:

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Kann man so auch nicht sagen. Die Tora kündigt weitere Propheten an, das Evangelium redet von Gesetz und Propheten, zitiert viele Stellen aus dem Tanach, nicht einfach nur aus der Tora.

Man kann durchaus sagen, dass mit der Tora der Tanach gemeint sein soll. Vor allem mit Hinblick auf das Evangelium (-> Neues Testament, nicht einfach „nur“ Evangelien).

Zudem für die Bibel Jerusalem und der darin erbaute Tempel „der“ Ort ist für Juden und Christen wo Gott Seinen Namen wohnen lässt. Gut jetzt steht der Felsendom dort.

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Schalom Eddy :grin::heart:

Das mit der Validität der Schriften ist auch etwas worüber ich manchmal Nachdenke.

Mich lässt nicht los, warum wenn Gott im Koran sagt „Er hat nicht Gezeugt…“, im Evangelium von „Vater“ gesprochen wird. Natürlich ist es so, dass das Evangelium damals zur Zeit des Koran, immer noch das Gleiche ist wie das Heutige, also besitzt es, durch den Koran korrigierte, Validität. Jedoch:

Es wird berichtet dass die Kirche damals, das Urevangelium und andere Evangelien verschollen lies oder vernichtet hat (warum könnt ihr euch wohl vorstellen). Es ist auch interessant, dass das Thomasevangelium vor Kurzem wiederentdeckt wurde.

Ist nun nur das von uns Bekannte Evangelium vom Koran bestätigt oder sind es doch vielleicht doch noch mehr Evangelien oder vielleicht DAS Evangelium (Urevangelium)?

Das selbe Spiel mit den Psaltern, wo diese viele verschiedene Autoren haben. Die meisten hat David geschrieben, aber auch manche Salomo. Jedoch werden manche auch Korah (!) zugeschrieben, einen Feind Moses der die Strafe Gottes gespürt hat.

Welche Schriften sind nun Valide?

Im Koran haben wir schon mal einen Anhaltspunkt:

2:136 Sprecht: „„Wir glauben an Allah und an das, was uns herabgesandt worden ist, und was Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels) herabgesandt wurde, und was Moses und Jesus gegeben wurde, und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben worden ist. Wir machen zwischen ihnen keinen Unterschied, und Ihm sind wir ergeben.““

4:163 Wahrlich, Wir haben dir offenbart, wie Wir Noah und den Propheten nach ihm offenbart haben. Und Wir offenbarten Abraham, Ismael, Isaak, Jakob, den Stämmen (Israels), Jesus, Hiob, Jonas, Aaron und Salomo; und Wir haben David einen Zabur gegeben.

ABER AUCH

4:164 Es sind Gesandte, von denen Wir dir bereits berichtet haben, und Gesandte, von denen Wir dir nicht berichtet haben - und Allah hat mit Moses wirklich gesprochen.

Gesandte von denen wir dir nicht berichtet haben. Wie finden wir raus, wer die Gesandten sind? Sind alle Propheten auch Gesandte mit Schriften?

Meine Theorie, wie wir diese Gesandten und Schriften finden ist indem wir:

  1. Die erwähnten Gesandten im Koran, Thora, Psalm und Evangelium anschauen.

  2. Dann wir in den Schriften der erwähnten Gesandten nach weiteren Gesandten schauen

Und so weiter…

  1. Und diese dann, nach Koranischer Konformität, analysieren

Man merkt wie viele Baustellen wir leider haben😅

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Das ist im geistigen Sinne gemeint. Das kommt in den Psalmen vor. Kein Jude würde an eine wörtliche Zeugung denken. Da müsste es auch andere Bibelverse geben, die das untermauern („wer ist Mir (Gott) gleich?“).

Zum Urevangelium: Das Wort trifft es nicht, es geht da um eine Spruchquelle Jesu und keinem Evangelium das einzig ursprünglich da war. Ein einziges Ev. ist schon deshalb nicht möglich, da Judenchristen und Heidenchristen schon für sich unterschiedliche Evangelien haben müssen, damit sie unterschieden bleiben können. Heidenchristen haben von Paulus (-> Jesu Offenbarung) Freiheiten und halten sich an das Gesetz Christi, Judenchristen hingegen behielten weiter den Tanach für bindend (als Juden) zusammen mit dem Evangelium (-> zB Matth Ev.). Evangelium ist aus dem Buch Jesaja entsprungen und meint eine frohe Botschaft, damit ist nicht einfach nur ein Buch gemeint wie zB bei der Tora. Jedenfalls nicht einfach nur ein einziges Buch, vielmehr ein Vielschichtiges.

Die Gemeinden haben im Frühchristentum die meisten vorhandenen Schriften akzeptiert, erst später als neue Evangelien ab ca 100 nChr. kamen, wurde eingegrenzt. Das ist eine komplizierte Geschichte. Für dich: Die Schriften der Bibel, das Nt ist heute sauber und der Kanon vom Koran akzeptiert. Die Schriften, die später rausgenommen wurden, waren eh nicht von Anfang an dabei.

Wenn überhaupt können theoretisch nur Teile des Thomasevangeliums in Frage kommen, die da auch mit den heutigen Evangelien übereinstimmen.

Auch das ist kein Problem, weil diese Schriften schon vor dem Koran lange kanonisiert waren, zudem nicht zwingend von David sein müssen. Es kann eine Schule zu den Psaltern gegeben haben, die im Nachhinein Davids Vorhaben erweiterten, das macht ihre Authentizität nicht weg, vor allem wenn der Koran den Psalter (von David) erwähnt, sie autorisiert. Der Tanach war ca im 1. Jhd kanonisiert.

Meint damit aber den ganzen Tanach. Alle Schriften. Außerdem steht im Koran das alles anerkannt wird, was Juden und Christen in den Händen halten (in anderen Versen: „das zu bestätigen was euch vorliegt“) Allein schon das Jesus erwähnt wird autorisiert das ganze NT, weil das Evangelium nach Jesus auch weitere Gottesmännner / Propheten /Schriftgelehrte usw für das Evangelium senden wird im Namen Gottes.

Der Koran bestimmt nicht über die Bibel, sondern sie beide ergänzen einander.

Ich hoffe ich konnte dir helfen! LG Eddy! :smile: