Kritik zur "Was ist Aufklärung?"

Kritik zur „Was ist Aufklärung?“

Als Immanuel Kant seine Abhandlung „ Die Beantwortung der Frage; Was ist Aufklärung?“
im Jahre 1783 verfasste, hatte er die Absicht, die wichtigsten thematischen Ziele der Aufklärung, in einem Text zusammenfassen. Der Hauptschwerpunkt dieser Abhandlung konzentrierte sich auf die Autonomie des Individuums und seiner Reflektion in der Ge-
meinschaft. Außerdem hatte nur die Vernunft und Meinung einen gültigen Wertemaßstab beim Individuum. Während Werte, für ein Zusammenleben zwischen diesen autonomen
Individuums, in einer Diskussion mit einem entsprechenden dialektischen Verfahren, produziert und in der Öffentlichkeit reflektiert werden, und durch eine Popularisierung, allgemeine Anerkennung findend. Da nur dieses Verfahren als allgemein gültig angesehen wurde.
Ist man verpflichtet, diesen Legimitationsvorgang, zu Bedenken und diese Gegebenheiten
in ihrer bedingungslosen Tauglichkeit zur Überprüfen.
Der erste Aspekt, den man in der Untersuchung in Betracht ziehen sollte, ist die Meinung,
der wiederum aus den Aspekten Zielsetzung und Bedürfnis zusammengesetzt ist.
Der zweite Aspekt, der den Wert des Urteils in der autonomen Situation des Individuums be-
stimmt, ist die Einstellung, der sich aus der Erziehung und Bildung ergibt.
Der Dritte Aspekt, der das Urteil bestimmt, ist der Zugriff auf Fakten, wobei auch die Absicht geformt wird. Wobei Absicht in einer Situation, nicht immer mit der Meinung identisch ist.
Die Synthesen der Urteilsbildung, werden zwischen individueller und gemeinschaftlicher Urteilsbildung erstellt.
Erster Punkt der als Grundlage der Urteilsbildung, nach Ansicht von I. Kant, dienen soll ist,
die Motivation. Oder auch das Interesse, wobei die Motivation von Interesse abgeleitet
wird. Da Kant das vernünftige Urteil, des autonomen Individuum in den Mittelpunkt der
Wertbildung setzt, gibt es für die Aufklärung kein anderes Wertemedium, als das individuelle
Urteil und dessen konstitutive Reflexion. Aber diese Konstellation ergibt ein gravierendes
Problem, dass ich an Hand eines bestimmten Falles erläutern will.
Setzt man ein Urteil, in einem theoretischen Fall, eines bestimmten Individuums fest.
Dieses gegebene Werteurteil ist für dieses Individuum, in seiner Meinung und Zielsetzung
Gut, sodass alle Entscheidungen, die das angeblich autonome Individuum, trifft, ohne
wenn und aber auch gut sein müssen. So geht man von dieser Grundannahme aus, und das
autonome Individuum stößt, bei der Verwirklichung seiner Interessen, mit den Interessen
eines anderen „autonomen“ Individuum zusammen, die im ihren Werteurteil einander
widersprechen, so werden sie, wenn ihre Existent davon abhängt und ihre eingebildete
Autonomie gegen die Interessen des Anderen verteidigt werden muss, sich in einen Konflikt
begeben. In diesen Konflikt oder Wertediskussion, wird das Werteurteil des Individuums auf-
gehoben, sodass es nicht mehr als maßgebendes Instrument dienen kann.
Diesen theoretischen Fall kann man auch auf die Aspekte Einstellungen und Absichten anwenden. Nach dem wir erkannt haben, dass das erste, in Immanuel Kants Abhandlung
„Was ist Aufklärung“ , angesprochene Kriterium, nämlich das maßgebende Werteurteil
des Individuums, aufgehoben wird, wenden wir uns den zweiten Kriterium zu.
Der Anerkennung der Öffentlichkeit. So stellt sich die Frage, ist es eine unbedingte Not-
wendigkeit sie als Wertefindendes Medium einzusetzen? Kann das einzelne Individuum
überhaupt sich in der öffentlichen Wertefindung Reflextieren? Ohne verneint zu werden,
und das öffentliche Interesse sich nach ökonomischen Zielbindungen richtet. Und die end-
scheidende Frage. Wie passen Eigennutz und Gemeinnutz zusammen?
Um die Grundlage des sich hier abzeichnenden Problems zur ergründen, müssen wir die
Eigenverantwortung, und welche Rolle sie spielt, betrachten. Der Text, den Kant geschrieben
hat, fordert in Anfang, totale Eigenverantwortung( ), und in der Mitte, nur Eigenverantwortung des Gewissens.
Wobei er Anleitungen von Zuständigen eines Fachgebietes in ihrem Regelwerk Zurrecht anerkennt. Aber ist denn nicht schon hier die Forderung der Aufklärung gescheitert? Wenn sich das Subjekt, bei einer Anleitung eines Spezialisten, dessen Anordnungen unterwerfen muss, ohne hier seine totale Selbstbestimmung zur Geltung zu bringen. Da Aufklärung
die Befreiung aus selbstverschuldeter Unmündigkeit sein soll() und im Praktischen gebrauch
in einer menschlichen Gemeinschaft somit nicht umsetzbar ist, geschweige denn der angeblichen Autonomie, die eine Illusion ist(), ist die Aufklärung in ihrer Grundforderung
nicht anwendbar.
Gewiss, kann das Individuum, bei einer kritischen Betrachtung, eine eigene Position
Vertreten, aber ob diese Position wahrhaftig ist, ist unbedingt bestreitbar.
Denn das Betrachtungsziel muss die Wahrheit sein und nicht die eigene Meinung.
Denn es gilt, ohne Wahrheit kein Vertrauen und ohne Vertrauen, keine gemeinsame Ziel-
setzung und ohne diese, kein Gemeinnutz. Nur ist die objektive Wahrheit nicht voll erschließbar, da man nicht auf alle Informationen Zugriff hat. Und genau an diesem Punkt
setzt die Religion an. Allah ist ein allwissendes Wesen, dass Gesetze den Menschen,
durch seine Propheten offenbart hat. Nur bestreiten die atheistischen Philosophen der Aufklärung die Existenz Gottes und sind dadurch angehalten, die Wahrheit zu ermitteln.
Was von vornherein nicht gelingen kann, da der Mensch in seiner Möglichkeit, die objektive Wahrheit zu erschließen, eingeschränkt ist.
Die Religion weist den Weg und bietet den Menschen die richtige Ethik, ohne Zweifel
ist der Islam am Geeignetsten dafür(). Ethik ist wichtig in allen Bereichen, sonst ist Tyrannei
und Verwahrlosung unabdingbar. Auch haben die Philosophen der Aufklärung dies erkannt,
und versuchten Formale und nichtreligiöse Ethiken zu erfinden, die aber alle unbrauchbar waren. Hier raus ergibt sich, die Wahrheit des Islam, weiter zu erschließen, da ja alle anderen
Kunstethiken, die sich auf den analytischen Rationalismus() berufen, illusorisch sind.