Monat Ramadan

Es gibt einige Koran-Leute, die die Meinung vertreten, der Ramadan sei jedes Jahr im September. Sie begründen dies – kurz zusammengefasst - wie folgt:

  1. Bei den Arabern vor dem Propheten Muhammad und während der Zeit Muhammads galt der Lunisolar-Kalender. Da der Ramadan der neunte Monat war, entspricht er also dem September. Erst der Kalif Umar hat einen neuen, auf dem Mond basierenden Kalender eingeführt. Der Koran fordert jedoch einen Lunisolar-Kalender, denn Allah erwähnt immer Sonne und Mond zusammen. Außerdem haben die Araber alle 32 Monate einen Schaltmonat hinzugefügt, damit der Zusammenhang mit den Jahreszeiten gewahrt bleibt. Und in Sure 18 erwähnt Allah, dass die Bewohner der Höhle dort 300 Jahre plus 9 Jahre verweilt haben. ER sagt also nicht 309 Jahre, weil es 300 Jahre plus 9 Jahre mit einem Schaltmonat waren. Das weist auch darauf hin, dass im Islam der Lunisolar-Kalender als Grundlage gilt und nicht der von Umar eingeführte Kalender. Ferner wird im Koran somit das Hinzufügen eines Schaltmonats ausdrücklich bestätigt.

  2. Die Namen de arabischen Monate weisen auf bestimmte Gegebenheiten hin. So gibt es beispielsweise Rabi´u-l-auwal und Rabi´u-th-thaani, was Frühling I und Frühling II bedeutet, oder Scha´baan, was Sich-Zerstreuen heißt, und in diesem Monat zerstreuten sich die Araber, um nach Wasser zu suchen. Zum Namen Ramadan mit den Wortwurzeln رَمَضُ und رمضي gibt es in den arabischen Wörterbüchern folgende Erklärungen:

رمضي : ما كان في آخر الصيف وأوَّلِ الخريف

Was am Ende des Sommers und am Beginn des Herbstes ist

رَمَضُ : شِدَّةُ الحَرِّ

Starke Hitze

الرَّمَضُ : المَطَر يأتي قُبُلَ الخريف

Regen, der vor dem Herbst kommt

Der September ist der letzte Monat der hohen Temperaturen, im September beginnt die Zeit des Regens auf den heißen Boden und im September fängt der Herbst an. Im Kalender von Umar machen die Bedeutungen der Monatsnamen natürlich überhaupt keinen Sinn.

  1. Im September gibt es das Äquinoktium (= Tagundnachtgleiche). Das heißt, überall auf der Welt sind die Tage annähernd gleich lang, so dass alle Muslime ungefähr gleich lang fasten. Das heißt, Allah schafft für alle Muslime ähnliche Voraussetzungen für das Fasten und macht es allen leicht.

  2. Schahr Ramadan bedeutet der Mond des Ramadan. Im September gibt es den sogenannten „harvest-moon (Ernte-Mond)“, der Vollmond, der besonders groß, hell und mit rötlicher Färbung etwa drei bis fünf Tage lang zu sehen ist. Dieser „harvest-moon“ fällt in den Monat September.

  3. Im Koran heißt es, dass der Koran in der Al-Qadr-Nacht geoffenbart wurde. Qadr hat hier die Bedeutung ausgeglichenes Ausmaß oder Balance. Al-Qadr-Nacht wird also als die Nacht des Äquinoktiums (die ausbalancierte Tagundnachtgleiche) angesehen. Von dieser Nacht wird gesagt, dass sie besser als 1000 Monde ist. Das Zusammentreffen des Vollmonds mit der Nacht des Äquinoktiums geschieht nur etwa alle 80 Jahre, das sind etwa 1000 Vollmonde. Am 20. September 617 war dies der Fall!

Wer sich intensiver informieren will, greife beispielsweise auf folgende (englischsprachige) Links zurück:

Ich finde die obigen Ausführungen sehr interessant und überlegenswert und würde mich über Kommentare freuen.

1 Like

Ein paar Dinge stimmen leider nicht. Der Schaltmonat wurde sicher nicht nur alle 32 Jahre hinzugefügt, sondern ca. alle 3 Jahre, denn die 12 Mondmonate sind ca. 10 Tage kurzer als das Sonnenjahr, was man daran sieht, dass Ramadan jedes Jahr ca. 10 Tage früher ist. Das würde einem Schaltmonat ca. alle 3 Jahre entsprechen.
Dass der Vollmond zur Tag- und Nachtgleiche nur alle 80 Jahre auftitt, scheint mir auch nicht plausibel. Rein von der Wahrscheinlichkeit her sollten es ca. 30 Jahre sein. Dann stimmt das mit den 1000 Monaten nicht mehr.
An Punkt 2 ist was dran. Welche Konsequenzen man daraus ziehen sollte, ist aber eine andere Frage. Ich denke, Gott ist es egal, WANN wir fasten. Lohnt es sich in diesem Fall, sich gegen die große Mehrheit zu stellen, oder sollten man das auf die wirklich wichtigen Fragen beschränken?

1 Like

Hallo:).

Ich bin auch in Recherche über dieses Thema und habe da bestimmte Pros und Cons

Pro:

  • Das Wort Jahr wird 19x im Koran erwähnt. Interessant hierbei ist das das Wort Jahr 12x in Plural und 7x in Singular vorkommt und somit Perfekt mit dem „Meton-Zyklus“ übereinstimmt

  • Das Wort Tag wird im Koran 365x erwähnt.

  • Die Tag und Nachgleiche im September/Oktober (so hat jeder Mensch auf dieser Welt gleich lang zu Fasten)

  • „Es ist euch befohlen zu Fasten, wie es denen vor euch befohlen wurde“. Interessant hier ist dass die Juden im Jom-Kippur auch am September/Oktober Fasten (Im Monat Tishri)

  • 9 von 12 Monaten sind (Sowohl im Altarabischen-Kalender als auch im Islamischen-Kalender) nach Jahreszeiten oder Saisons benannt worden)

  • Gott spricht über die Jugendlichen in der Höhle, dass sie 300 Jahre , 9Jahre hinzugefügt, in der Höhle verweilt haben. Interessant ist hier dass 9 Jahre „hinzugefügt“ worden sind. Um 300 Jahre im Luni-Solarkalender zu erreichen müssen 110 Monate hinzugefügt werden, was 9 Jahren entspricht.

Hier sind weitere informative Links:

Kanal:SimplyMuslim (3 Videos)

Cons

  • Die Sure 9:37 (die das mutmaßliche Schaltmonat-Verbot beinhaltet) wurde ca. 8 nach Hidschri hinabgesandt. Und in der Abschiedspredigt (10 nach Hidschri) wird in allen 3 versionen das Schaltmonatverbot ausgesprochen. (Wie Valide die Predigt ist ist offen)

  • In der Abschiedspredigt wird gesprochen das die Anzahl der Monate seit der Schöpfung von Gott 12 beträgt und der Zyklus 12 Monate braucht bis Mond und Sonne wieder in der Stellung sind wie Gott die Welt erschaffen hat.

  • Gott spricht dass Sonne und Mond „Instrumente“, sind zur Berechnung der Zeit. Jedoch kleines Szenario: Was ist wenn Solar und Lunar zwei von einander verschiedene Systeme sind die nicht synchronisiert werden müssen.

Neutral

  • Die Heiligen Monate können verschoben werden indem:

  • Es alle 3 Jahre einen Schaltmonat gibt

ODER

  • Sonne und Mond nicht synchronisiert werden und sie durch das Jahr wandern.

Manche finden das Thema nicht allzu interessant weil es egal ist wann man Fastet und wir uns nicht allzusehr von der Masse (Sunnis/Shia) abheben sollen und der wille allein Zählt.

Meiner Meinung nach ist es sehr RELEVANT weil:

  • Es den Menschen am Polarkreis sehr wohl wichtig ist weil diese 23 Stunden Fasten müssen und es nicht mal Nacht ist.

  • Es uns Monotheisten es Herzlich Egal sein kann wie die Sunnis/Shias über uns denken, weil jeder sich selbst bei Gott veranworten muss.

  • Die Nacht der Bestimmung dadurch verfehlen könnten (die genaue Bedeutung der Nacht muss noch abgeklärt werden)

  • Die Praktizierung abgeklärt werden sollte ( Gott spricht von Abgezählten Tagen)

Außerdem, wie es am Ende richtig ist, auch wenn es am Ende der Recherche genauso ist wie davor, wir mit ruhigen Gewissen und voller Überzeugung dahinterstehen Können.

Beste Grüße, Besi​:grin::yellow_heart:

1 Like

Vielen Dank für das Feedback!

Was den Monat im „Schaltjahr“ betrifft:
In Sure 18 heißt es 300 Jahre und 9 Jahre. Wenn ein Monat nach jeweils 32 Monaten eingeschoben wird, dann erhalten wir nach 300 Jahren neun zusätzliche Jahre.

„Ich denke, Gott ist es egal, WANN wir fasten.“:
Das denke ich nicht. Allah sagt doch im Koran ausdrücklich, dass wir im Ramadan fasten sollen. Und dass es sich nicht lohnt, sich gegen die große Mehrheit zu stellen, lasse ich nicht gelten. Ich stelle mich lieber gegen die große Mehrheit als gegen Allah! Zumal das Fasten für Allah eine durchaus wichtige Frage ist. Dann müssten sich die Koran-Leute oder die Schiiten oder Alawiten oder andere Minderheiten auch fragen, ob sie sich gegen die große Mehrheit der Sunniten stellen sollen. Wenn man sich eine Meinung auf Grundlage von seriösen und logisch nachvollziehbaren Gründen gebildet hat, sollte man sich meiner Ansicht nach auch konsequent dafür einsetzen respektive sie in die Tat umsetzen.

Alles Gute und Salaam!

1 Like

Das mit den Schaltmonaten habe ich doch schon geschrieben : wenn man alle 32 Jahre einen Monat einfügt, wandert der Ramadan fast genauso schnell durchs Jahr wie jetzt.

1 Like

Die Juden fasten aber nur einen Tag, nicht einen ganzen Monat.

Woher hast du eigentlich die Information, dass Umar den Kalender eingeführt hat? ich hatte das auch gehört, hätte aber gern Quellen dazu.

1 Like

Bei den Juden ist das interessante das Gott erwähnt bei Sure 2:183:

„O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr (Allah) fürchten.“

Und dann Sagt Gott in 2:184:

„Abgezählte Tage! Und wer von euch Krank ist…“

Interessant ist dass Gott das Thema abgezählte tage nochmals Erwähnt in Sure 2:203, es aber hier eine bestimmte Andeutung hat:

Und gedenkt Allahs während einer bestimmten Anzahl von Tagen; und wer eilig in zwei Tagen aufbricht, den trifft keine Schuld, und wer länger bleibt, den trifft keine Schuld, wenn er gottesfürchtig ist…

Interessant ist hier dass hier von „Abgezählten Tagen gesprochen wird.“

Und die Juden haben 1 Tag (oder mehr, bin mir nicht sicher) gefastet, aber diesen Durchgehend.

Dann erwähnt Gott, das eine Mögliche analogie zum „Durchgehenden Tag“ sein könnte, weil die Menschen es nicht durchstehen konnten, in Sure 2:187

Es ist euch erlaubt, euch in der Nacht des Fastens euren Frauen zu nähern; sie sind Geborgenheit für euch und ihr seid Geborgenheit für sie. Allah weiß, daß ihr gegen euch selbst trügerisch gehandelt habt, und Er wandte euch Seine Gnade wieder zu und vergab euch. So pflegt nun Verkehr mit ihnen und trachtet nach dem, was Allah für euch bestimmt hat. Und esset und trinkt, bis der weiße Faden von dem schwarzen Faden der Morgendämmerung für euch erkennbar wird. Danach vollendet das Fasten bis zur Nacht. Und pflegt keinen Verkehr mit ihnen, während ihr euch in die Moscheen zurückgezogen habt. Dies sind die Schranken Allahs, so kommt ihnen nicht nahe! So erklärt Allah den Menschen Seine Zeichen. Vielleicht werden sie (Ihn) fürchten.

Also besteht schon die Möglichkeit dass es mit den Kindern Israels zusammenhängt.

Außerdem habe ich von QuranCentric eine weitere, interessante Theorie zum Fasten:

Mfg, Besi​:grin::yellow_heart:

1 Like

Mein Eindruck ist, dass deine Pros nicht nur relevant und stichhaltig sind, sondern gegenüber den Cons auch eindeutig überwiegen.
Zu den Cons möchte ich sagen, dass ich die Abschiedspredigt als nicht valide betrachte. Und was 9:37 betrifft, so erwähnst du ja ganz richtig, dass es sich um ein „mutmaßliches“ Schaltmonat-Verbot handelt. Wenn man den Kontext dieses Verses beachtet, kann man auch etwas anderes Verbotenes schlussfolgern.
Deine Meinung zur Relevanz dieses Themas teile ich voll und ganz.
Salaam!

1 Like

Entschuldigung! Mir ist ein Schreibfehler unterlaufen. Richtig muss es natürlich heißen, dass nach 32 Monaten ein Monat hinzugefügt wurde.

1 Like

Ich habe in meinem Artikel nur die Informationen verschiedener Monotheisten in Kurzform wiedergegeben. Deshalb fehlen auch die Quellenangaben.
Was die Einführung des Hidschra-Kalenders durch Umar betrifft, so hat das beispielsweise Biruni erwähnt. Zu diesem Thema gibt es jedoch viel Material im Internet, wie etwa Wikipedia.

Ja, zum Thema Ramadan gibt es eine ganze Reihe von erörterungswürdigen Aspekten, wozu auch der Begriff „abgezählte Tage“ gehört, was meines Wissens im arabischen Sprachgebrauch auf eine Anzahl von 3 bis 10 Tagen hindeutet. Zu den Aspekten gehört auch, was „Fasten“ eigentlich bedeutet und inwieweit das Fasten für alle vorgeschrieben ist. Diskussionen gibt es in diesem Zusammenhang auch beim Wort „schahida“.
Ich wollte ursprünglich allerdings durch meinen Artikel nur einen Aspekt fokussieren: Fällt der Ramadan jedes Jahr in den Monat September? Dies bedeutet jedoch nicht, dass ich die anderen Aspekte abwürgen will. Ich finde im Gegenteil die von dir geposteten Kommentare sehr interessant und informativ. Vielen Dank dafür!
Salaam!

1 Like

Danke für euer Feedback :slight_smile:

Wenn man allein sieht wie „Verzerrt“ das Thema Ramadan auf uns Monotheisten wirkt, finde ich ist das ein Grund dem Ganzen nachzugehen.

Es kann auch gut sein dass es so Passt wie wir bisher gefastet haben, aber es ist wichtig endlich die Wahrheit zu wissen, weil wir dann den Ramadan mit besten gewissen und voller Überzeugung Fasten können.

Wie Oase bereits erwähnt hat, kann es sein dass die „Abschiedspredigt“ invalide ist. Jedoch gibt es sehr Zeitnahe Notizen von der Abschiedspredigt.
Jedoch wird bei dieser auch das Thema „5x am Tag Beten“ erwähnt. Und diese wurde anscheinend Zeitgleich mit mit Sure 9:37 veröffentlicht.

Meine Persönlichen Fragen sind:

  • Ist die „Abschiedspredigt“ valide/mit dem Koran vereinbar?

  • Ob man Sonne und Mond nicht synchronisiert oder durch einen Schaltmonat synchronisiert: wo werden eher (auch aus Spiritueller Sicht) die Heiligen Monate verschoben?

  • Wie viel sollte man Fasten? (Gott spricht von „Abgezählten Tagen“)?

  • Heißt es nun in 2:185 „IN diesen Monat fasten“ oder „DIESEN Monat fasten“?

  • Sind 2:183/184 und 2:185 im Selben Kontext? (Siehe mein Letztes video), was evtl. heißen würde dass es 2 Fastenzeiten gibt?

Mfg, Besi💛

PS: Ein weiterer Denkanstoß wäre das „Code 19“ 1974 entdeckt wurde. Wenn man Sure 74 nimmt (wo „Code 19“ erwähnt wurde) und die Zahl 19 nimmt und diese Multipliziert bekommt man 1406.
Interresant ist dass es 1406 „Hidschrajahre“ sind seit der Offenbarung des Koran bis zur entdeckung der Zahl 19.

JEDOCH

Das Wort „Jahr“ 19x im Koran erwähnt wird, 12x in Plural und 7x in der Singular Form. Das würde mit dem „Meton-Zyklus“ übereinstimmen, dass 12x Normale Jahre mit 12 Mondzyklen beinhaltet und 7 Schaltjahre mit 13 Mondzyklen beinhaltet.

Das eine ist eine Rechnung, das andere direkt im Koran erwähnt

1 Like

Ja, ich finde auch, dass man dem Thema Ramadan intensiv nachgehen sollte, zumal es so viele Aspekte gibt, die von mehreren Monotheisten unterschiedlich betrachtet werden, was wiederum zu diversen Schlussfolgerungen führt, wobei ich der Meinung bin, dass jeder selbst vor Allah verantwortlich ist und seine eigene Schlussfolgerung unter der Voraussetzung, dass sie wirklich schlüssig ist und den Worten und dem Geist des Koran nicht widerspricht, in die Tat umsetzen und eine eventuell abweichende Schlussfolgerung Anderer, wenn auch nicht akzeptieren, so doch tolerieren muss.

Wer also davon fest überzeugt ist, dass jetzt Ramadan ist, der möge jetzt fasten, und wer meint, Ramadan ist immer im September, der möge im September fasten, und wer sich nicht sicher ist, der möge sich daran beteiligen, dem Ganzen auf den Grund zu gehen.

Da im Koran alles für den Monotheisten Notwendige für ein Leben auf der Basis des Koran vorhanden ist, brauchen wir meines Erachtens die „Abschiedspredigt“ auch nicht als Nachweis für eine religiöse Vorschrift. Zudem gibt es mehrere Versionen dieser Predigt mit unterschiedlichem Wortlaut. Deshalb betrachte ich sie als nicht valid.

Apropos „5x am Tag beten“: Ich gehe davon aus, dass der Koran nur drei Pflichtgebete erwähnt. Bei Quran Centric gibt es übrigens auch zum Thema Gebet interessante und sehenswerte Videos!

Wie viel sollte man fasten? Ehrlich gesagt, bin ich bis jetzt noch zu keiner definitiven Antwort gelangt. Die feste Absicht, zu einer solchen zu gelangen, besteht aber. Vielleicht finde ich ja in diesem Forum Anregungen zur Findung einer schlüssigen Antwort.

2:185: Ich verstehe es wie folgt: Wer sich des Mondes sicher ist, soll die Zeitspanne des Ramadan fasten.

2:183-185: Da bin ich mir auch noch nicht ganz sicher.

PS: Die Sache mit dem Code 19 in diesem Zusammenhang ist in der Tat interessant, zumal ich dem Code 19 durchaus aufgeschlossen gegenüberstehe. Der Tatsache, dass das Wort „Jahr“ 19 (!) Mal im Koran erwähnt wird und dies auf den Meton-Zyklus hinweist, wiegt für mich jedoch schwerer.

Und Allah weiß es am besten!

Salaam!

1 Like

Im Wikipedia-Artikel https://de.m.wikipedia.org/wiki/Islamischer_Kalender wird aber nur bei der Jahreszählung auf Biruni verwiesen, die Auslassung der Verschiebung wird auf 631 oder 632 datiert.

1 Like

https://meine-islam-reform.de/shahr-ramadan-ein-neuer-ansatz-bruder-ayman-uebersetzung-bruder-timur/

Habe hier einen interessanten Beitrag

Was das thema „Abschiedspredigt“ angeht, das einzige was mich nicht loslässt ist dass es anscheinend Notizen von Unmittelbarer Quelle gibt.

Selam Besi💛

1 Like

Ein in der Tat interessanter, sehr informativer Beitrag, der sehr viel Stoff zum Nachdenken und weiteren Recherchieren enthält.

In den meisten Punkten stimme ich nach einem ersten Lesen zu, insbesondere was den orangefarbenen Vollmond betrifft, den ich allerdings nicht als nach der Sonnenwende im Juni platziert betrachte, sondern auch weiterhin mit dem September in Verbindung (harvest-moon) bringe, zumal ich immer noch davon ausgehe, dass es den Monat Ramadan mit diesem Namen als neunten Monat schon bei den Arabern vor dem Propheten Muhammad gab.

Nichtsdestoweniger werde ich diesen Artikel bestimmt noch einige Male lesen, um all die vielen Informationen in ihm geistig zu „verkraften“.

Vielen Dank für deine wertvolle Mitteilung!

Hinsichtlich der „Abschiedspredigt“ gibt es immerhin mehrere verschieden lautende Versionen, was mich ganz unabhängig von den Quellen an der Validität zweifeln lässt.

Salaam!
Hasan💛

1 Like

Sieh dir mal den von Besi gesandten Link
https://meine-islam-reform.de/shahr-ramadan-ein-neuer-ansatz-bruder-ayman-uebersetzung-bruder-timur/
an! Er enthält auch einige Infos über die Hidschra-Kalender-Einführung. Außerdem hatte ich wikipedia nur als ein Beispiel für Quellen im Internet genannt.
Salaam!

1 Like

Danke für dein Feedback Hasan​:grin::yellow_heart:

Ich möchte hier auch erwähnen, an jeden der das liest, dass jede Antwort willkommen ist. Jeder Impuls zählt!

Selam Besi💛

Selam Leute,
Wenn ich es richtig verstanden habe, galt in den „heiligen Monaten“ Friedenspflicht. Das wurde offenbar öfter umgangen, indem man je nach Bedarf die „Verschiebung“ einsetzte, um einen Zeitraum für nicht friedenspflichtig zu erklären. Um diesem Unwesen ein Ende zu setzen (und den Einfluss der Familie, die diese „Verschiebung“ festlegen sollte, aufzuheben), sollte nur noch der lunare Kalender gelten.
Wenn ich 2:190 - 194 richtig verstanden habe, ist den Gläubigen sowieso Aggression verboten und nur Selbstverteidigung erlaubt. Wenn also eh das ganze Jahr Friedenspflicht herrschen soll, ist es dann nicht egal, ob die „heiligen Monate“ verändert werden können oder nicht?

1 Like

Mir ist da auch was eingefallen, und zwar wenn man einen Schaltmonat einfügt, wird dieser nicht als Extra-Monat gewertet, sondern wird sozusagen einfach dem Letzten Monat, in dem Fall Dhu-l-Hiddscha, zugerechnet. Und Dhu-l-Hiddscha ist ja wie bekanntlich ein Heiliger Monat.

Bedeutet, man tut nicht den Monat/Kalender nicht verschieben, sondern verlängern, was bedeutet, dann mann länger in diesem Monat nicht Kämpfen darf.

Was meint ihr?

Selam, Besi​:grin::yellow_heart:

1 Like