Neigungswinkel des Mondes

Der 5. Vers in der Sure 55 ist der einzige, der die Sonne und den Mond als Berechnung beschreibt.
Der Neigungswinkel des Mondes zur Erde, respektive Erde-Sonne-Konstellation beträgt 5 Grad.

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Salaam, Gottergebener,

es ist richtig, dass 55:5 die Sonne und den Mond als Berechnung beschreibt. Aber es ist nicht der einzige Vers! Das Gleiche wie in 55:5 findest du auch in 6:96! :wink:

Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass man 55:5 zu den mathematischen Wundern des Quran zählen kann. :slightly_smiling_face:

Salaam! :green_heart:

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Ich habe die angegebenen Verse gelesen, aber nichts von einer Berechnung gefunden. Wo steht etwas von Berechnungen?

In den beiden genannten Versen! :slightly_smiling_face:

Es gibt in den beiden genannten Versen das arabische Wort حسبان husbān und das bedeutet Berechnung, Kalkulation, in Betracht zu Ziehendes.

55:5. Die Sonne und der Mond (laufen ihre Bahn) nach dem Maße,

Wo kann man hier eine Winkelberechnung entnehmen?

Salaam Bruder,
Danke für dein Feedback.
In 6:96 gehts um die Zeitberechnung, dass die Sonne und der Mond erschaffen worden sind damit wir unteranderem auch ein Zeitgefühl haben.
Etwas ähnliches finden wir übrigens auch bei 10:5.

In 55:5 wiederum geht es um die Berechnung von Sonne und Mond an sich, die Berechnung von Bewegungen, die Laufbahn, der Winkel, Eigenrotation usw…

Salaam

Salaam Bruder,

ja, kann man so sehen. Wo du Recht hast, haste Recht! :slightly_smiling_face:

Salaam :green_heart:

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Könnte es sein, dass ihr jeden Bezug zur Wirklichkeit verloren habt? Wie kann man denn solche Dinge in ganz einfache Texte hinein interpretieren?

Frieden,

Glaubst du an den „Zufall“?

Das zeigt doch, dass „ganz einfache Texte“ ihren Sinn und ihre Bedeutung haben - für Leute, die nachsinnen!

Ich sehe das auch nicht als „hinein interpretieren“, sondern als Schlussfolgern auf der Basis intensiven Nachdenkens und Forschens. Dazu fordert uns der Koran ja mit seinen „ganz einfachen Texten“ auch auf! :slightly_smiling_face:

Ich verstehe unter „Zufall“ etwas, was unerwartet und ohne Absicht und überraschend eintritt. In diesem Sinne sind Zufälle Realität, und ja, ich „glaube“ an die Realität.

Ich dachte immer, das sei das Spezialgebiet der Traditionalisten, die irgendwelche Texte im Koran lesen und die seltsamsten Dinge da rein interpretieren

Ich sehe das so, dass die Traditionalisten ihre Hadithe in den Koran hineininterpretieren wollen. Ich habe den Eindruck, dass sie sich grundsätzlich mehr mit Hadithen beschäftigen als mit dem Koran.

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ich lese da immer wider Erklärungen zum Koran, die nichts mit dem Text zu tun haben. Genau, wie ihr das macht

Mit dem Wort „Zufall“ haben wir ein schönes Beispiel dafür, wie sich Sprache verändert - nicht nur im Arabischen, sondern auch im Deutschen!

Im Mittelhochdeutschen bedeutete Zufall ganz allgemein alles, was einem „zufällt“, was einem zuteil wird und zustößt. Dann kamen die Mystiker, die unter Verweis auf das lateinische Wort accidens bzw. accidentia (Akzidens, das nicht Wesentliche, das sich Verändernde, das Zufällige im Gegensatz zur Substanz) das Wort Zufall auf das „äußerlich Zukommende“ beschränkten, woraus sich dann die heutige Bedeutung des Unerwarteten entwickelte.

Ich denke nicht, dass es sich hier um veränderte Bedeutungen handelt. Muslime haben anscheinend ein Problem damit, dass der Koran nicht umfangreich genug ist. Sie müssen sich da die tollsten Dinge ausdenken. Die Texte sind einfach und eindeutig, aber plötzlich wird aus einem einfachen Satz eine Winkelberechnung.