Schwarzer mysteriöser Stein an der Kaaba

Frieden zusammen,

Ist euch der Bezug des schwarzen Steins in Kaba und die Kaba zum Islam bekannt.

Der schwarze Stein genießt eine sehr hohe Aufmerksamkeit.

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Friede allein, Murad!

Ja, der Bezug des Schwarzen Steins in der Ka´ba und der Bezug der Ka´ba zum Islam ist mir bekannt.

Und ja, mir ist bekannt, dass der Schwarze Stein eine sehr hohe Aufmerksamkeit genießt.

Und was möchtest du jetzt genau wissen? :slightly_smiling_face:

Friede!

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Interessante Frage. Wird er im Koran erwähnt? Der Koran kritisiert ja die Menschen, die Steine/Götzen anbeten.

Ich glaube daran dass es von الله herabgesandt worden ist, um die genaue Stelle zu markieren wo die Kaaba errichtet werden soll.
Aber mit der Ideologie, den Stein zu küssen oder unbedingt berühren zu müssen kann ich mich nicht anfreunden!

In Frieden

Welch eine Freude.
Würdest du dein Wissen mit mir teilen im Bezug auf wann und woher es kommt, wie es gekommen ist, welche Stellung und Bedeutung es hat.

Salaam, Gottergebener,

und worauf stützt sich dieser dein Glaube? Im Quran jedenfalls wird der Schwarze Stein nicht erwähnt. :thinking:

Murad, dann müsste ich mich an Spekulationen beteiligen :scream:

Im Quran steht nichts von alledem und deshalb ist es für mich kein Thema. :-1:

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Gibt es kein Wissen in der Schrift dadrüber?

Nach meinem Kenntnisstand: Nein!

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Nach meinem auch nicht und ich wundere mich bis heute, wie sehr so viele Menschen den Stein bewundern, wo der Koran vielfach über die Menschen schimpft, die Steine anbeten.

Meiner Meinung nach ist das ganz klar Götzendienst. Mein Gebet richte ich auch nicht mehr Richtung Kaaba

aber die Kabba doch schon. Wird jetzt gepilgert zu und um etwas, was nicht legitimiert ist (schwarzer Stein gemeint) ? Hat keiner den Stein dokumentiert wie der an die Stelle kommen konnte und durfte? Ich finde es erstaunlich.

Es gibt viele „Dokumentationen“ bzw. Spekulationen bzw. Legenden.

So soll zum Beispiel Adam auf die Erde an den Ort der zu errichtenden Ka´ba geworfen worden sein und dann dieser Stein hinterher.

Andere sagen, ein Engel habe an die Stelle der Ka´ba einen weißen Stein gebracht und durch die Sünden der Menschen sei er schwarz geworden. Da ich damals meines Wissens nicht gelebt habe, handelt es sich wenigstens nicht um meine Sünden.

Wieder andere sagen, es sei ursprünglich ein Meteorit gewesen.

Wahrscheinlich ja. Es wird auch davon ausgegangen Mohammed sei aus Petra im heutigen Jordanien und nicht aus Mekka

Quod erat demonstrandum - was zu beweisen war (bzw. noch zu beweisen ist)! :slightly_smiling_face:

Verstehe aber ähnelt Hadithen und derartig viele Aussagen stellen ja einem vor die Wahl. Zusammenfassend gibt es also keine bestätige verbindliche Grundlage zum Glauben an den Stein. Ich kann es nicht verstehen wie es dann dort sein darf, weil sonst kann der nächste sich berechtigt sehen ein Stück vom Mond oder eine Idee aus seiner Traumwelt auch noch dort zu befestigen.

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Genauso sehe ich das auch.

:wink:

Abis bin Rabia berichtete: ‘Umar kam in die Nähe des schwarzen Steins und küsste ihn und sagte: “Kein Zweifel, ich weiß, dass du ein Stein bist, das mir weder Schaden noch Nutzen geben kann. Hätte ich nicht den Gesandten Gottes dich küssen sehen, hätte ich dich nicht geküsst.” (Bukhary, Band 2, Buch 26, Nummer 667)

Salim berichtete, dass sein Vater sage: ‘Ich sah den Apostel Gottes in Mekka ankommen; Ich sah ihn den schwarzen Stein küssen, während er die Tawaf tat und in seinen ersten drei Runden der sieben Runden machte er Ramal (des Tawafs).’ (Bukhary, Band 2, Buch 26, Nummer 673)

Ibn Abbas berichtete: Der Prophet machte ein Kamel reitend die Tawaf der Kaaba. Jedes Mal, wenn er vor dem schwarzen Stein war, zeigte er mit irgendetwas auf ihn und sagte Takbir! (Bukhary, Band 2, Buch 26, Nummer 682)

Der heilige schwarze Stein entstammt aus dem Paradies. Er war schneeweiß, doch die Sünden der Heiden schwärzten ihn. (Hanbal 1/307)

Der heilige schwarze Stein ist Gottes Hand auf Erden. Er schüttelt durch ihn die Hand der Auserwählten. (Dschami-us Sagir 1/151)

Danke für den Einblick in die Hadith Sammlung.

Fragst du Beitrag Leser dich denn nicht, wie ein Stein dort platziert werden konnte?

Es stellt ja keine Aussage wie ein einzelner Hadith dar, sondern wir reden von einem Physikalischen Gegenstand welches umgeben von verschiedenen Mythen und Ritualen in die Gebetsrichtung platziert ist.

Als würde ein paralleles irgendetwas, wie ein Glauben, dort herrschen.

Der Schwarze Stein
arabisch الحجر الأسود, al-ḥaǧar al-aswad
(al-ḥaǧar al-aswad - gibt es auch aus gleichnamige Stadt in Syrien an der libanesischen Grenze)

Dieser Stein genießt einen Kultstatus und wird verehrt.

Eine Legitimierung konnte ich im heiligen Kuran noch nicht finden.
Stattdessen fand ich:

6:74
Einst sagte Abraham zu seinem Vater Azar: "Hältst du Götzen für Götter? Ich bin der Ansicht, daß ihr, du und dein Volk, eindeutig im Irrtum seid.

"Und (denke daran) wie Abraham zu seinem Vater Azar sprach: «Nimmst du Götzenbilder zu Göttern? Ich sehe dich und dein Volk in offenbarer Irrung.»

Vermutungen nach handelt es um Reste eines Meteoriten oder Achat, Tektiten Stein.
aa


Ein Auszug aus Wikipedia was dieser Stein schon alles erlebt hat und wo er bereits in Splittern verbaut ist:
Während der Belagerung von Mekka im Oktober 683 wurde der Schwarze Stein von einem Katapultgeschoss getroffen und zerbrach in drei Stücke. Außerdem fing die Kaaba durch ein brennendes Katapultgeschoss Feuer. Hierbei soll der Schwarze Stein seine charakteristische schwarze Farbe erhalten haben. Nach dem Abzug der Belagerer ließ ʿAbdallāh ibn az-Zubair die Kaaba wieder aufbauen. Während der Bauarbeiten bewahrte ʿAbdallāh ibn az-Zubair den Stein in einer verschlossenen Truhe in seinem Haus auf. Als die Mauern bis zur Höhe, auf der vorher der Schwarze Stein angebracht war, aufgerichtet waren, kam ʿAbdallāh ibn az-Zubair und fügte den Stein selbst ein, wobei er die drei Teile mit einer Silbereinfassung zusammenfügte.[7]

Im Jahre 931 wurde der Schwarze Stein von den ismailitischen Qarmaten herausgebrochen und nach Bahrain verschleppt; erst 951 kehrte er auf Vermittlung der ebenfalls ismailitischen Fatimiden und gegen ein horrendes Lösegeld nach Mekka zurück. Es wird überliefert, dass man ihn mit Bändern aus Silber umwunden hatte, um die Risse zusammenzuhalten, die beim Herausbrechen entstanden waren,[8] allerdings könnten die genannten Silberbänder auch mit der bereits von ʿAbdallāh ibn az-Zubair angebrachten Silbereinfassung identisch sein.

Am 8. März 1023 kam es während der Haddsch-Zeremonien nach dem Freitagsgebet erneut zu einem Angriff auf den Schwarzen Stein. Nachdem der Vorbeter das Gebet beendet hatte, erhob sich ein Pilger aus Ägypten mit einem blanken Schwert in der einen Hand und einer Keule in der anderen Hand, strebte zu dem Schwarzen Stein hin und führte gegen seine sichtbare Seite drei Schläge mit der Keule aus. Dabei rief er: „Wie lange soll der Stein noch angebetet werden? Weder Mohammed noch ʿAlī ibn Abī Tālib können mich an dem hindern, was ich tun werde! Ich will dieses Haus zerstören und ihm ein Ende machen!“ Der Mann konnte erst außerhalb des Heiligtums überwältigt und getötet werden. Der Schwarze Stein war durch die Schläge beschädigt, doch klebte man die drei Stücke, die abgesplittert waren, wieder an und übertünchte die Stelle mit Harzlack. Der Attentäter war wahrscheinlich ein Druse.[9]

In der Sokollu-Mehmed-Pascha-Moschee, die von Mimar Sinan, dem Hofbaumeister des osmanischen Sultan Süleyman des Prächtigen für den Großwesir Sokollu Mehmed Pascha und seine Frau İsmihan Sultan um 1567 in Istanbul erbaut wurde, wurden vier Fragmente des Schwarzen Steins an verschiedenen Stellen an den Innenwänden der Moschee eingelassen.[10]

Nach einem Bericht, der auf Anton Ritter von Laurin (1790–1869), den österreichischen Generalkonsul in Alexandria, zurückgeht, haben die Wahhabiten, nachdem sie 1803 Mekka eingenommen hatten, ebenfalls versucht, den Schwarzen Stein zu zertrümmern. Die Soldaten des ägyptischen Vizekönigs Muhammad Ali Pascha, die 1813 die Wahhabiten wieder aus der Heiligen Stadt vertrieben, sollen dies jedoch verhindert und den Stein anschließend neu eingefasst haben. Vier Bruchstücke des Steins, die sie sorgfältig aufbewahrt hatten, schickten sie mit einem Schreiben nach Ägypten. Eines davon war für den Vizekönig bestimmt, die anderen drei „für die Träger des Wortes Gottes durch den Propheten“. Anton von Laurin soll selbst das Bruchstück des Vizekönigs bei ihm gesehen haben. Die anderen Bruchstücke wurden an den osmanischen Sultan, den Schah von Persien und den Herrscher von Kabul verschickt.

Deutungen

Die deutsche Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal interpretiert in ihrem Buch Die Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts (Berlin 2009) den Schwarzen Stein als Beispiel für öffentliche Vulva-Enthüllung. Sie zitiert an der betreffenden Stelle den arabischen Philosophen al-Kindī (805–875) mit der Aussage, dass der Schwarze Stein ursprünglich die Vulva der Mondgöttin al-ʿUzzā dargestellt habe, liefert dafür allerdings keinen Beleg.[18]


Allein die Deutung zeigt das hier Klärungsbedarf besteht.

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