Sieben Schichten der Erde

In Sure 65 Vers 12 heißt es dass Gott sieben Himmel erschaffen hat und von der Erde gleich viel. Tatsächlich lässt es sich ohne aufwendige Recherche bestätigen dass unsere Erde sieben Schichten hat und somit sieben Erden. Ein weiteres Wunder welches die Richtigkeit des Korans und der Gottergebenheit untermauert.
Friede

Welche wissenschaftlich belegbaren Schichten sind das?


Bei meiner Recherche hat sich ergeben dass die Kontinetal Kruste und die ozeanische Kruste die selbe ist. Oder soweit ich das verstanden habe zur litosphäre gehören

Man unterscheidet von außen nach innen 3 Hauptschalen:

  1. Erdkruste
  2. Erdmantel (unterteilt in Oberen und Unteren Erdmantel)
  3. Erdkern (weitere Unterteilung in Äußerer und Innerer Erdkern möglich)

Diskontinuitäten

Die einzelnen Erdschalen werden durch sog. Diskontinuitäten (= Grenzflächen) voneinander getrennt. An diesen Grenzflächen ändern sich die physikalischen Eigenschaften sprunghaft.

Erdkruste

Die äußerste Hülle der Erde ist die Erdkruste, von der es zwei unterschiedliche Bautypen gibt: die kontinentale Kruste, die 30 - 80 Kilometer mächtig ist und vor allem aus Granit und Gneis besteht und die ozeanische Kruste, die 5 - 8 Kilometer dick ist und sich vor allem aus Basalt und Gabbro zusammensetzt. Erstgenannte besitzt eine Dichte von ca 2,7 g/cm³, letztere eine von ca. 3 g/cm³; dieser Dichteunterschied ist von großer Bedeutung für die Mechanismen der Plattentektonik. Die Temperatur an der unteren Grenze der Erdkruste kann schon bis auf 1.100 °C ansteigen. Der Druck beträgt 10 - 15 kbar.

Oberer Erdmantel

An die Erdkruste schließt sich der Obere Erdmantel an. Der obere Erdmantel ist insgesamt ca. 700 km dick. Die oberste Schicht des Oberen Erdmantels besteht ebenfalls aus festen Gestein und bildet zusammen mit der Erdkruste die Lithosphäre (= äußere Gesteinshülle der Erde). Die Lithosphäre ist nicht starr, sondern in mehrere riesige Platten zerlegt, die sich gegeneinander bewegen.
Unter der Lithosphäre schließt sich die Asthenosphäre an. Hier schmelzen bei Temperaturen um 1.200 - 1.500 °C und einem Druck von 300 - 500 kbar die Gesteine teilweise auf (etwa 1 - 2 % Schmelze) und bilden eine plastische Fließzone. Der obere Erdmantel besteht aus Peridotit, einem Gestein, das vor allem aus den Mineralen Olivin und Pyroxenen besteht. Chemisch gesehen besteht Peridotit zu rund 90 % aus den Elementen Sauerstoff, Silizium und Magnesium. Er hat eine Dichte von 3,1 - 4,2 g/cm³.

Unterer Erdmantel

Der Untere Erdmantel reicht bis zu einer Tiefe von 2.900 km. Durch die enorme Druckzunahme auf 1.000 - 1.400 kbar ist der Untere Erdmantel wieder fest. Der untere Erdmantel hat ungefähr die gleiche Zusammensetzung wie der obere Erdmantel. Allerdings wird er von anderen Mineralen als der obere Erdmantel aufgebaut, da die Minerale bei hohen Drücken und Temperaturen in andere Modifikationen übergehen (die Atome rücken dabei näher zusammen). Er hat daher eine höhere Dichte von 5,5 g/cm³. Die Temperatur steigt auf 1.900 - 3.700 °C an.

Äußerer Erdkern

Unter dem Unteren Erdmantel folgt der flüssige Äußere Erdkern. Dieser reicht bis zu einer Tiefe von 5.100 km und besteht v. a. aus Eisen und 7 - 10 % Nickel, dazu kommen wenig Sauerstoff und Schwefel oder auch andere leichte Elemente. Die Dichte liegt zwischen 9,9 und 12,2 g/cm³. Bei einem Druck von rund 2.500 kbar bewegen sich die Temperaturen zwischen 3.000 und 5.000 °C.

Innerer Kern

Der Äußere Kern umschließt den Inneren Kern. Dieser reicht bis zum Erdmittelpunkt, der bei 6.371 km Tiefe liegt. Im Inneren Erdkern herrscht mit 3.600 kbar der höchste Druck, wodurch sich die Eisen-Nickel-Schmelze wieder verfestigt. Der Innere Erdkern hat eine Dichte von 12,6 - 13 g/cm³ und wohl die gleiche chemische Zusammensetzung wie der äußere Erdkern. Die Temperaturen steigen hier bis auf 5.700 °C.

Quellenangaben:
Quelle: Geographie Infothek
Autor: Dr. Ulrich Knittel
Verlag: Klett
Ort: Leipzig
Quellendatum: 2005
Seite: www.klett.de
Bearbeitungsdatum: 23.09.2019

Hiernach (Stand 23.09.2019) gibt es nur fünf Schichten (ich rechne wie du die Kontinentalkruste und die Ozeanische Kruste auch als eine Schicht, nämlich als „Erdkruste“.

Salam

Dieser Sache bin ich auch schon mal vor Jahren nachgegangen und kam auch auf die Ergebnisse die Oase präsentiert hat

Jemand ne Idee diesen Vers anders zu verstehen?Vllt ist es ja mal wieder ein ganz anderes Wort was dort stehen sollte als was unseren lieben Übersetzer es tun?:raised_hand_with_fingers_splayed:

Man unterteilt die Welt in 7 Kontinente :
Afrika, Europa, Südamerika, Nordamerika, Asien, Australien, Antarktika

Könnte es damit was auf sich haben?

Sieben steht ja auch für viele. Demnach gäbe es einfach viele Schichten, was sich zum Beispiel auf archäologische Schichten früherer Kulturen beziehen könnte. Das sieht dann nicht mehr nach Wunder aus, macht aber durchaus Sinn.

Vielleicht sind damit erdähnliche Planeten gemeint, auf denen auch Leben ist. :flying_saucer: :alien:

Das scheint mir zumindest näherliegender und dem Quran-Text entsprechender zu sein als die These der Erdschichten, insbesondere wenn man auch in Betracht zieht, dass die Zahl sieben in der arabischen Sprache die Bedeutung von „viel“ haben kann.

Erstaunlich finde ich es in diesem Zusammenhang, dass im Quran sehr oft von sieben Himmel und der (einen) Erde gesprochen wird; nur in 65:12 ist das anders. :thinking:

2 Like

Selam
Auf jeden Fall ist die Sieben schon in der Antike eine besondere Zahl. Es gibt die sieben Weltwunder, die Woche der Israeliten hat sieben Tage, hergeleitet aus der Erschaffung der Welt, es gibt die 7 Siegel der Apokalypse. Für Zahlenfeinschmecker interessant : 1+2+3+4+5+6+7=28, so viel Tage hat ein Mondzyklus. Ich denke also, mit der Erwähnung der Sieben soll etwas als „komplett, vollständig oder in sich abgeschlossen“ genannt sein.

2 Like

Salaam, Tom,

der Aspekt der Vollkommenheit und Vollständigkeit spielt ja bei allem eine Rolle, was mit Allah zusammenhängt, also auch mit der Erschaffung der Himmel und der Erde/ der Erden.

Es bleibt aber für mich immer noch die große Frage, warum Allah im Quran außer in 65:12 immer von sieben Himmeln und einer Erde spricht, und das an vielen Stellen.

Die Formulierung in 65:12 gibt auch zu denken. Es heißt ja nicht expressis verbis „sieben Erden“, sondern wörtlich „und von der Erde ähnlich wie sie“, wobei das Pronomen „sie“ sich auf die Himmel bezieht. :thinking:

Und letztendlich bleibt noch die Frage, ob es sich um die konkrete Zahl sieben oder im übertragenen Sinne um eine unbestimmte hohe Anzahl handelt, wobei ich das Letztere bevorzuge.

Salaam
Gunnar :green_heart:

Salaam,
Es wäre doch verwunderlich wenn Allah nur von ErdeN sprechen würde und nicht von dieser einen Erde. Das hätte doch damals die Leute verwirrt. Im Qur’an steht der essentielle Glaube, das Fundament und was für uns wichtig ist. Die anderen Erden sind ein kleines Bonuswissen und nicht relevant für diese „Prüfung“.

Habt ihr euch mal mit dem Thema Multiversen und parallel Welten (Dimensionen) auseinandergesetzt?
Quantenphysik ist sehr Interessant .

Selam

Hatte mal irgendwo gelesen das damit die Sphären geneint sein können, dazu fand ich jetzt ein Video auf https://m.youtube.com/watch?v=w5hvY02qbtQ

Selam

Die Schichten sind durch Menschen gemacht, die Natur kennt so etwas nicht. Man könnte schnell mehr Schichten aufbauen etwa durch Hitze bedingt, oder Schichten die sich durch die Jahrmillionen entwickelt haben auf oder unter der Erde, die man hier einfach mit einem Wort zusammengefasst hat.

Salaam, Hajridin,

noch interessanter als das Video finde ich die zu den im Video genannten Äußerungen verfassten Kommentare!

Salaam
Gunnar :green_heart:

Salaam, Ahmet,

und danke für den guten Tipp der Parallelwelten! :clap:

Zitat aus https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wissen/natur/953892-Nachweis-fuer-das-Multiversum.html: „Laut dem belgischen Physiker der Universität Leuven sind Multiversen aber "so etwas wie der Albtraum der Kosmologen. Wenn das Multiversum zu gigantisch oder extrem anders ist als das uns bekannte All, sagt die Urknall-Theorie nichts über uns aus.“ Dennoch kämen die Modelle um ein Multiversum nicht herum. „Es ist sehr schwer, konsistent zu behaupten, dass wir alleine sind“, betont Hertlog: „Daher müssen wir das Konzept dahingehend transformieren, dass das Multiverum in eine überprüfbare wissenschaftliche Theorie hineinpasst. Um diese Frage geht es in unserer Arbeit.“"

Dann also auch danke, dass du uns diesen Albtraum verpasst! :joy:

Und ja: Quantenphysik ist sehr interessant.

Salaam!
Gunnar :green_heart:

1 Like

Es fällt ja schon schwer unseren kleinen Fleck Leben zu verstehen :rofl:

1 Like

Haha vielen Dank für die Recherche! Da habt ihr wohl wieder etwas Stoff zum grübeln :slight_smile:
Friede

Habe es mal versucht. Vor allem weil ich ein riesen Fan von der Serie Rick & Morty bin :rofl: .Bereitete auf Dauer aber ein wenig Kopfschmerzen

1 Like

Es kann sein, das hier die Zahl 7 in symbolischer Weise gemeint ist. In den hebräischen Schriften der Bibel ebenso wie den Evangelien gibt es einige Stellen, welche Zahlenwerte als idiomatische Ausdrücke anführen. Ein gutes Beispiel ist etwa die Antwort auf eine Frage des Petrus im Matthäusevangelium, um wie-viel mal man seinem Bruder vergeben solle, ob etwa sieben Vergebungen reichen würden. Die Antwort hierauf war eine Multiplikation dieser Zahl in der Aussage:" nicht sieben, sondern sieben *siebzig mal". Dies bedeutet faktisch immer.

Der Zahl sieben wurde also im Hinblick auf die 6 Schöpfungs- + einem Ruhetag der Genesis als Ausdruck für Vollkommenheit gewertet.

Wenn nun im Quran von sieben Himmeln und sieben Erden gesprochen wird, dann kann man dies zumindest im jüdisch/christlichen Kontext als Beschreibungen für Vollkommenheit interpretieren. Die Himmel ebenso wie die Erde wurden folglich vollkommen geschaffen und dies geht dann auch konform zur Aussage der Genesis, das die gesamte Schöpfung sehr gut ist, denn das Gute ist je nach sprachlichem und philosophischen Zusammenhang als äquivalent zum vollkommenen betrachtbar.

Ich möchte noch anmerken, das dieses gut sein in Beziehung zum vollkommen sein als Charakterisierung der Schöpfung in der zoroastrischen Religion einen wichtigen Stellenwert hat, der sich in den überlieferten Schriften dieser Religion widerspiegelt.

2 Like

Salaam Mat

und vielen Dank für dein Feedback!

Im Prinzip stimme ich dir zu. Aber ich sehe das nur als einen Teilaspekt der Zahl sieben. Denn alles, was Allah erschaffen hat und noch erschafft, ist ja vollkommen. Deshalb frage ich mich, warum nur beim Himmel und der Erde die Zahl sieben auftaucht.

Zudem gehe ich davon aus, dass es mehrere Himmel gibt, dass also die Zahl sieben auch eine nummerische Bedeutung hat. Denn in 37:6 und 67:5 wird im Quran ja erwähnt, dass es einen der Erde nächsten Himmel respektive einen untersten Himmel gibt, was impliziert, dass mehrere Himmel existieren und für mich die Frage bestehen bleiben lässt, was mit sieben Himmeln und sieben Erden gemeint ist. Sehr oft wird ja im Quran auch nur von Himmeln in der Pluralform, also ohne Erwähnung der Zahl sieben gesprochen. Und bis auf eine einzige Ausnahme (65:12) wird die Erde immer in der Singularform erwähnt, wobei ich mir auch bei 65:12 nicht ganz sicher bin, ob sieben Erden gemeint sind oder sieben sich auf Eigenschaften bezieht, die auch in den Himmeln zu finden sind, so dass es letztendlich doch nur eine einzige Erde gibt…

In diesem Zusammenhang möchte ich auch die Aufmerksamkeit auf 67:3 richten, und zwar besonders auf das Wort طباق tibaaq, was linguistisch betrachtet sowohl „Übereinstimmendes“ als auch „Schichten“ bedeutet. Der Sinn hat sich mir allerdings bis jetzt noch nicht erschlossen.

Salaam
Gunnar

1 Like

Nun, im Rahmen meiner Argumentation kann man dies z.B. eben damit begründen, das es sich um einen indirekten Verweis auf die Genesis und die Symbolik der Zahl sieben handelt.

Allerdings weiß ich auch aus eigener Recherche um die Mehrdeutigkeit biblischer Aussprüche. In der jüdischen Theologie gibt es hierfür einen eigenen Ausdruck, man bezeichnet dies als die ‚Dimensionen‘ der Sätze. Eine derartige Artikulation war möglich, weil im Gegensatz zu späteren Sprachentwicklungen der Wortschatz antiker, hebräischer Dialekte relativ klein ausfiel und ältere, semitische Sprachen sich prinzipiell durch eine ausgeprägte Phrasierung idiomatischer Redewendungen auszeichneten. Es gibt darüber hinaus einige Textstellen, aus dem recht eindeutig hervorgeht, das mit dieser Möglichkeit bewusst umgegangen wurde. Da ich jedoch keine Kenntnis der arabischen Sprache des Quran habe, kann ich nicht beurteilen ob obiges auch auf seine Ausdrucksweise übertragbar ist.

Ich möchte mich daher nur auf einige Möglichkeiten beschränken, hier aus meiner Sicht mögliche Interpretationen aufzulisten:

  1. Das astrologisch/kosmologische Verständnis:
    Sieben Himmel könnten für die im mesopotamischen Raum bekannten, sieben ‚Planeten‘ am Firmament stehen. Dahingehend könnte als indirektes Indiz etwa die Sitte siebenfachen Kaba Umrundung herangezogen werden. Da diese im astronomischen Sinn genauso retrograd erfolgt, wie Planeten um unsere Sonne kreisen, vollziehen Gläubige in gewisser Weise die Bewegung der damalig bekannten Planeten nach.

  2. Das mystische Verständnis:
    Die Merkabah, sufistische sowie zoroastrische Terminologie kennen einen siebenstufigen Pfad göttlicher Erkenntnis, wobei in späterer, jüdischer Traditionen diese Bewusstseinszustände als Himmel bezeichnet wurden. Zeuge hierfür ist neben reichlich Literatur um die Jahrtausendwende ausgerechnet Paulus, der angab jemanden zu kennen, welcher in den ‚dritten Himmel‘ entrückt wurde, was als Entsprechung für das Paradies (ein persischer Ausdruck!) galt. Ebenso wurden Ebenen der Erden bisweilen unvorteilhaften Seinszuständen, sprich Höllen zugeordnet.

  3. Das linguistische/mystische Verständnis:
    Die Himmel im Plural finden sich im Matthäusevangelium als Ausdruck ‚des Königreichs der Himmel‘. Im Ostaramäischen ist dies der Ausdruck: malkūṯā dašmayyā, wörtlich in etwa: Die Herrschaft|das Königreich der Himmel. Die plurale Form für Himmel, dašmayyā geht hierbei auf šmayyā zurück und dies ist wiederum ein zusammengesetztes Wort aus ‚sma‘ (hebräisch entweder schem oder schema) und der poetischen Kurzform des Tetragramms ‚yā, yah‘. Mit jenem Königreich ist somit eigentlich der Klang oder übertragen der Name Gottes gemeint und die Bezeichnung entpuppt sich damit als typisch jüdische Ersatznennung (wie adonai, ha’Schem etc.) für die Aussprache des Tetragramms, welche nach jüdischer Sitte aus Gründen der Pietät prinzipiell bis heute vermieden wird. Die Pluralität drückt hierbei das mannigfaltige Wirken Gottes aus, aus welcher sich die persönliche, rein subjektive Erfahrung des göttlichen ergibt. Überträgt man diesen Sprachgebrauch auf den Quran, dann sind mit den sieben Himmeln und Erden also Bewusstseinszustände aus der Erfahrung Gottes heraus (bzw. der verminderten Möglichkeit hierzu) angedeutet.

  4. Das physikalische, materielle Verständnis:
    Die sieben Himmel und Erden ständen nach dieser Betrachtungsweise für das in der Antike weitverbreitete Spährenmodell, nach welchem es sieben übergeordnete Himmel mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften gäbe und dementsprechend auch sieben Erdsphären unterscheidbar sind. Dieses Modell ist wissenschaftlich allerdings mittlerweile nicht mehr mit Eigenschaften sowohl der Erde als auch der Erdatmosphäre uneingeschränkt vereinbar.

Vielleicht war diese Auflistung hilfreich, Shalom.

1 Like