Unverzeihlich=ewige Strafe?

Frieden liebe Geschwister,

Ich habe eine Interpretation zu welcher ich gerne eure Meinung hören würde. Könnte unverzeihlich im Zusammenhang mit Beigesellung meinen, dass wenn man als Beigeseller stirbt die Strafe nicht wie bei andere Sünden von Gott erlassen werden wird, wie wenn er will bei anderen Sünden (4:48) aber das die Strafe begrenzt ist?

Wenn Gott eine Sünde nicht vergibt ist nach meinem Verständnis damit gemeint, dass eine gleichwertige Strafe für die Sünde komplett verbüßt werden muss (6:160) und das man nach dieser Strafe von der Sünde gereinigt ist. Ein Vers welcher das gleiche beschreibt ist Jeremia 3:38: „Ich reinige sie von all ihrer Schuld, die sie gegen mich begangen haben, und ich vergebe ihnen all ihre Verfehlungen, mit denen sie gesündigt und sich gegen mich aufgelehnt haben“.

Bruder Oase hat auch in einem Thread (ewige Strafe?) geschrieben, dass das Wort, welches im Koran im Zusammenhang mit der Dauer der Bestrafung des Jenseits genutzt wird nicht zwangsläufig etwas ewiges meinen muss, sondern dass es auch eine sehr lange aber begrenzte Zeit meinen kann.

Da auch Schwester Regine in manchen Threads geschrieben hat, dass die Werke welche in 24:39 angesprochen werden nicht mit den guten Taten zu verwechseln sind für welche jeder im Jenseits belohnt wird (4:40) könnte es, nach vereinen dieser Erkenntnise wie folgt sein:

Beigeseller/Ableugner erwartet im Jenseits eine sehr lange Strafe mit welcher sie von ihren Sünden (besonders der Beigesellung) gereinigt werden und dass sie nach dieser auch für ihre guten Taten belohnt werden.

Was denkt ihr davon? Kennt ihr Verse, die dieser Interpretation wiedersprechen oder sie stützen? Und Gott weiß es natürlich am besten und macht was er will!

Salam,
ich finde gerade die Versnummer nicht. Ein Vers besagt, dass Gott die Sünden im gleichen Maße bestraft wie sie begangen wurden und die guten Taten vielfach belohnt.
Daraus schließe ich, dass die ‚Hölle‘ ein Ende haben muss. Ich gehe davon aus, wenn man zb jemanden tötet, im Jenseits genau diese Schmerzen spüren muss mit der gleichen Zeitdauer.

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Frieden Grit,

Ich bin mir sicher, dass du Vers 160 aus Sure 6 meinst: Wer mit (etwas) Gutem kommt, erhält zehnmal soviel. Und Wer mit einer bösen Tat kommt, dem wird nur gleichviel vergolten, und es wird ihnen kein Unrecht zugefügt.
Was denkst du sonst zu dieser Interpretation?

Frieden

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