Verdrossen

#1

Verdrossen

-Erwartung

-Konfrontation

-Enttäuschung

-Verloren

-Erkennen

Erwartung: Ich gehe es noch mal durch, und denke mir, dass es zur meiner allgemeinen Verbesserung geschehen wird. Alles muss einfach perfekt sein, die Erwartungen die das Umfeld von einem abverlangt sind enorm. Denn auch meiner Erwartungen an sie und an meinem Weiterkommen sind nicht weniger bescheiden. Ja, denke ich mir, ich schaffe das und das kann ich eh. Es wäre ja gelacht, denen werde ich es Zeigen. So etwas, oder ähnliches geht einen durch den Kopf, gefolgt von den angenehmen Gedanken, die in die Traumwelten des Erfolgs entführen. Der geschätzte Künstler, von allen Bewundert, „Das haben sie toll gemacht, sie, sie sind was ganz besonderes.“ Ja ich war toll, Ja ich hatte ein hohes Ross, ein zu hohes Ross, ein Schimmel, Schnee- weiß und ich war der Märchenprinz. Zu guter Letzt dachte ich bin ich perfekt, ja ich und nur ich.
Konfrontation: Im Innern des Varieté, stand ich vor der Kommission, die über die Frage entscheiden, ob ich den Ihrigen Erwartungsmaßstab entsprach, wobei mir in meinen Wahnvorstellungen, der Wert meines künstlerischen Schaffens bereits einen fiktiven Höhenflug erreichte, war mir die Tatsache der subjektiven Bertachtung des Anderen, oder besser gesagt der Anderen leider nicht ganz bewusst. Nun befand ich im Angesicht, der personifizierten Beurteilung meiner Kunst, dass ich mir meines Auftretens und meines Könnens, die Bühne mir gebührte. Während die anderen Kandidaten für mich keine Rolle spielten, als würden sie nicht existieren. „Ist das alles?“ Meine geniale Kunstdarbietung wurde unterbrochen. „Der Nächste bitte?“ sagte ein anderer, der Jury. Ich musste die Bühne räumen, es war aus. Ich wollte protestieren, zwecklos, der „Nächste“ war schon auf dem Podium und ich war schon in der Dunkelheit des Zuschauerraums hinab getaucht.

Enttäuschung: Die Schau ging weiter, die Anderen, die nach mir dran waren, tanzten, sangen und hüpften. Der eine wurde in die engere Wahl, und andere wurden auch, wie ich in die „Dunkelheit“ geschickt. Verblassende Sterne, ohne Hoffnung auf den leuchtenden Ruhm des Erfolges. Es war kaum zu glauben, und ich fragte mich, wieso es mir, gerade mir passieren konnte? Nach dem Auswahlverfahren, fragte ich einen der Jury. Dieser nahm mich zur Seite und deutete entschuldigend an, ich sollte ihn diskret auf sein Büro folgen. Da er scheinbar nicht wollte, dass die Anderen Kandidaten auf, die selbe Idee kommen könnten. Als ich ansetzte zu Fragen, sagte er, indem er sich an seinen Schreibtisch setzte und eine gelangweilte Mine aufsetzte. „ Ich weiß, was sie gerade denken, aber ich sage es von vorn herein, sie gehören nicht dazu, wir wählen nur die aus, die mit „Ihm“ eine Vereinbarung getroffen haben. Solange sie die nicht haben, kommen sie mit Ihren Können nicht weiter, nur bei denen, die wir als gleichwertige erkennen, sie kommen in die Wahl.“ Es war still im Raum, drückend und entmutigend unangenehm. „ nun wissen sie es, sie können gehen.“

Verloren: Die Straßen waren dunkel und leer. Eine einsame Gestalt ging ihrer Wege. Sie fühlte sich ebenso leer und Verlassen, wie der ihr umgebende Ort es war. „ Was habe ich nur falsch gemacht, es War doch alles Richtig? Bin ich nicht gut genug?“ Waren die ersten Gedanken. Dann eine Reflektion auf das seltsame Gespräch mit dem Jurymitglied. „ Was war damit gemeint? Ich habe keine Vereinbarung mit Ihm und bin nicht als gleichwertig erkannt, ich kann darauf keinen Reim machen.“ „Was zum Teufel ist damit gemeint?“ In den Nächsten Tagen machte sich eine seelische Verlorenheit breit. Selbstzweifel und Unbehagen quälten den sonst stolzen Geist. Es kamen die Einflüsterungen. „ Du bist ein Nichts, ein Niemand.“ Es wurde immer abgründiger. „Ja, ganz recht, du hast es nicht gerafft, sie nur zu wie du es hinkriegst, ich nehme nur die Besten.“ Ja ich war ein Waschlappen und Versager, es zog mich runter bis zu den Punkt, wo ich „Ihn“ sah.

Erkennen: Es war einer dieser Abende, wo ich einsam in meinem Schlafzimmer war und vor mich hinein grübelte. Die alte Wanduhr tickte vor sich hin, und sonst war kaum was zu hören. Nachbarn hatte ich momentan nicht, sie waren schon alle ausgezogen. In feinere Behausungen, ich wäre auch schon raus aus diesem Loch, wenn ich es geschafft habe. Es war sehr dunkel in meiner Kammer und gegen über, wo nur eine Kahle Wand war, sah ich einen matten Schein, dass ein Hässliches Gesicht umrahmte. Das Gesicht schien von innen her zu leuchten, die Auen waren dunkel und es begann, ich war noch starr vor Angst, zu sprechen. „ Ich gebe dir eine Chance, wenn du mir Dienst.“ Das Gesicht war regungslos, absolut emotionsfern kalt und starr. Ich flüsterte vor Angst.“ Wo ist der Haken bei der Sache?“ Denn darauf eingehen konnte ich nicht, da etwas in mir mich festhielt, etwas was da war, wenn Gefahr in Anmarsch war. Das Gesicht, schaute in einem unendlichen leeren Ausdruck mich an und sagte“ Du verlierst dein Seelenheil, aber gewinnst deine Wünsche.“ Ich drehte mich weg und sagte „Nein verschwinde, ich nehmen Zuflucht bei Gott meinen Herrn.“ Das Gesicht verschwand, so wie der Wunsch auf Ruhm im Leben.