Wie steht ihr zur Kultur?

Wie steht ihr zur Kultur?
Der Mensch in seiner Gemeinschaft hat immer mit Kultur, Sitten und Gebräuchen zu Tun. Kulturelle Ausprägungen begleiten den Menschen durch sein Leben. Es gibt hier in Deutschland Lokale Kulturen, Dialekte, Bräuche und neuerdings Subkulturen, entstanden durch Zuwanderung oder abgeguckt von Filmen und Moden, Stichwort Amerikanisierung.
Aber wie ist das mit dem Islam?
Hat der Islam zwangsläufig eine kulturelle Anbingung, besonders zur orientalischen Kulturen, oder versteht ihr den Islam als eine reine geistige Lehre, ohne Anbingung zu ihrgendeiner Kultur?
Würde mich interessieren wie ihr das seht.

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Welchen Islam meinst Du? Den, der im 7. Jahrhundert in Arabien entstanden ist? Der hat natürlich eine kulturell Wurzel. Oder den, den es schon immer gab, der sich immer wieder neu zeigte in den zur jeweiligen Zeit und am jeweiligen Ort herrschenden Kulturen? Der ist kulturoffen.
Ich mag klassisch-arabische Musik, arabisches Essen, die arabische Sprache, aber ich mag auch Musik, Essen, Sprachen anderer Kulturen.

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Kultur ist ein schweres Thema wie ich finde

Ja den Islam wie ich ihn kennengelernt habe hat einen starken Hang zur orientalischen Kultur, die mich auch prägt …
Ich kenne aber auch nur arabische Muslime und wenn da mal ein.weißer dabei war hat auch er sich dem Orientalischen angepasst

Da der Islam ja auf der ganzen Welt -subhanallah- verbreitet ist ,nimmt denke ich jeder die „kultur“ des Islams anders war…
Im Koran steht meines.Wissens ja nichts von Tee trinken Döner essen und Bauchtänzen :thinking:

Was mein „problem“ mit Kulturen ist, ist diese Verallgemeinerung…
Denn wie ich mitbekommen habe , haben die meisten Länder das Bild eines Weizenbier trinkenden, Butterbrezel Essenden in Lederhosen rumtanzenden Menschen vor sich, wenn sie an unser Land denken…und damit kann ich mich garnicht identifizieren🤣

Ich verbinde aber das Orientalische sehr mit dem Islam, es hilft mir auch mich wieder zu finden wenn ich mal in der Luft hänge -geistlich gesehen-
Der Orient gibt mir ein gutes beruhigendes Gefühl wenn ich an die weiten der Wüsten denke und an die mitunter schönsten Tiere der Welt -dem Kamel- :heart::slightly_smiling_face:

Möge Allah alle Kulturen dieser Welt akzeptieren solange wir uns an die „Grundgesetze“ des Koran halten

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Habe gerade einen Vers aus Römer gelesen, den ich hier gerne mitteilen möchte:

Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt. (Römer 12, 2)

Also ich liebe meine Kultur und bin ein deutscher Patriot. Ich wüsste auch nicht warum mir Gott das verbieten sollte. Da hier einige die Verbindung zum Islam und orientalischer Kultur angesprochen haben, möchte ich hier ein interessantes Zitat von Edip Yüksel in den Raum werfen: „wenn Mohammed Mexikaner gewesen wäre, würden alle Sunnis mit Sombreo rum laufen.“ Ich glaube das war der ungefähre Wortlaut :joy:

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Kommt drauf an, wie Du es umsetzt: als „Deutschland, Deutschland über alles“ oder mit Brecht als „Und das liebste mag’s uns scheinen / So wie andern Völkern ihrs.“
Konkret: wie stehst Du zu offenen Grenzen, zu von Deutschland geführten ungerechten Kriegen (militärischen und wirtschaftlichen).

Wenn Muhammad Mexikaner gewesen wäre dann gäbe es keine „Sunniten“ sondern wahrscheinlich „Personalizados“ :thinking:

Da das Wort Sunniten von dem arabischen Wort Sunna (übliche Handlungsweise, Brauch) abgeleitet ist!
Endlich auch mal klugscheißern :rofl:

Ich halte von offenen Grenzen nichts. Eine Meinung zu Kriegen die Deutschland führt, kann ich nicht haben, da die Bundeswehr keine Kriege führen kann und darf. Welche wirtschaftlichen Kriege eigentlich

Ich für meinen Teil habe den „Orient“ vor dem Islam kennengelernt und lieben gelernt…und verbinde es jetzt wohlwollend damit …

Aber die Deutsche Kultur hat nun mal viel mit alkoholischen Festen und Schweinefleisch zutun…das kann man nicht abstreiten. .somit hat Allah dir schon einen teil im Bezug aufs Schweinefleisch verboten( die Alkohol Diskussion fangen wir hier nicht wieder an😅)

Was ist für dich noch Deutsche Kultur Nicholas?
Salam

Philosophie, Musik, Literatur, das Essen, die Sprache an sich. Vielleicht auch noch der Fußball

Ja ok aus diesen Worten besteht eine Kultur…aber Beschreibe das mal ein wenig…was verstehst du unter diesen Worten?:thinking:
Ich bin wirklich interessiert daran denn ich habe keine Weitsicht in unserer Kultur…das was mir so einfällt ist nicht unbedingt mit dem Islam zu vereinbaren

Fangen wir doch mal so an. Erkläre mir bitte was genau du nicht mit dem Islam zusammen bringst. Ist es nur das Schweinefleisch und der Alkohol? Aber Alkohol ist meiner Ansicht nach nicht verboten. Aber das lässt sich besser im Thema „Wein oder Berauschendes“ diskutieren

Wie gesagt das Thema Alkohol möchte ich hier auch nicht anschneiden dazu wurde schon genug gesagt, trotzalledem gehören regelrechte Besäufnisse zur Deutschen Kultur siehe Oktoberfeste, Maifeste
Dann gibt es eine Menge Christlicher Feste auch mit viel Alkohol verbunden und ob man dann fälschlicherweise Jesus seine Auferstehung oder die des Osterhasens feiert sei dahingestellt

Beim Thema Essen ja da fällt mir vor allem des Deutschen liebstes Tier ein das Schwein…Bei sogut wie jedem Festmahl liegt ein Schwein uffmTisch oder dreht sich am Spieß…

Bei Literatur kenne ich mich leider nicht viel aus…aber ich vermute bei dem Ausspruch "das Land der Dichter und Denker " wird schon was dran sein…soweit ich weiß war Goethe auch dem Orient und dem Islam hingezogen was vielen (deutschen) ein Dorn im Auge war …

Philosophie …ist des Deutschen Philosophie nicht die des sich selbst am nächsten sein?kann man natürlich nicht verallgemeinern und man müsste sich frühere Kriege angucken aus welchen Gründen sie geführt wurden…

Fußball kommt aus England würde ich aber trotzdem Gelten lassen da ich ihn liebe :grin:

Slm !

Ich finde Nationalitäten und Kulturen eher unnötig, weil sie immer zusammengehörend gesehen werden, für mich würden Gemeinschaften mehr zählen, egal welcher Herkunft, Hauptsache man zieht am selben Strang. Durch Nationalität werden Menschen in der selben Gemeinschaft ausgegrenzt. Das kenne ich aus eigener Erfahrung, du kannst 50 Jahre in Deutschland leben und trotzdem bist du Ausländer (auch mit deutscher Staatsbürgerschaft). Wenn du dann Leute aus deinem Wirkungsgrad darauf ansprichst heißt es " nicht du, sondern die anderen"

Slm !

Also mit dem Schweinefleisch übertreibt du finde ich. Was solche Feste angeht, kann ich dir auch nur teilweise Recht geben. Dass es da nur ums saufen geht ist auch extrem oberflächlich. Bei Literatur und Philosophie kenne ich mich auch wahrscheinlich genauso gut wie aus. Ich liebe Fußball auch, wollte das aber jetzt nicht mit rein nehmen. Es is zwar unser „Volkssport“ aber manche stehen halt einfach nicht so darauf

Meinst Du, Du kennst Dich aus in deutscher Literatur und Philosophie oder nicht?
Leider ist die Bundeswehr in so einige Kriege verwickelt, z.B. Afghanistan („deutsche Interessen am Hindukusch verteidigen“).
Grenzen als Barrieren widersprechen dem Koran.

Grenzen sind zum Schutz da. Und wenn die Bundeswehr in Afghanistan ist, dann führen sie keinen Krieg das sind jedeglich Verteitigungsmissionen. Ausserdem, hättest du lieber dass die Taliban das ganze Land unter Kontrolle hat?

Frieden Regine,
Ich meine den Islam als Lehre (Koran) nicht eine muslimische Gesellschaft in ihrgendeiner Kultur und in ihrgendeinem Jahrhundert. Den Islam, den es schon immer gab, der offen ist für alle Menschen.

Frieden Rico,
Das Problem dabei ist, wenn der Islam zusehr einen kulturellen Orient Bezug hat, wird er in Ländern, darunter auch Deutschland, von der einheimischen Bevölkerung, weitgehend abgelehnt.
Es ist leider so, dann wird der Islam und die Muslime als was fremdes betrachtet, die Kulturell nicht zu dem Land gehören. Siehe die Debatte um die AfD" Gehört der Islam zu Deuschland?" Wobei das Kultur -Orientale von den Deutschen als was fremdes wahrgenommen wird. Die Lehre des Islam wird dann ebenso als fremd abgelehnt, ohne sich damit aus Heilsgründen auseinanderzusetzen.

Frieden sue,
Ich würde dazu eher sagen, dass man gemäss den Koran, in der Gemeinschaft der Menschen positiv wirken soll. Man soll als Gläubiger eine Bereicherung für die Welt und die Gemeinschaft sein, und sich nicht davon abkoppeln.