Wohin ? Der wahre Weg des Islam?

Salam
Ich weiß nicht wo ich steh und was der wahre Weg das Islam ist.

al-ḥamdu li-Llāh, habe ich mich vor 15 Jahre entschieden den Weg des Islam zu gehen und den Qur’an als Leitfaden zu nehmen. Ich gehörte vorher keiner Glaubendsrichtung an, jedoch hatte ich schon immer im Herzen etwas, was mir sagte das es jemanden oder etwas gibt, was über uns steht.
(ich schreib bewußt nicht konvertiert oder Glaube angenommen).
Doch seit einiger Zeit steh ich wie vor eine Wand und weiß nicht was richtig ist oder falsch.

Ich folgen keiner vorgeschriebene Rechtsschule an noch schenke ich Überlieferungen/Sunna wahren Glauben (Da ich nichts von Hören und Sagen halte - Stille Post Prinzip: Der Vater vom Nachbarn hat gehört wie der Kollege vom Bruder dessen Cousin gesagt hat, was Mohammed getan oder gesagt haben soll).

Zu Mohammed,der letzte Gesandte Allahs. Er konnte ja weder lesen noch schreiben und soll alles von Engel Gibrīl (Gabriel) beigebracht bekommen haben (auch wie man betet). Soll man Mohammeds islamische Lebensweise „Din“ (nicht seine menschlichen Gewohnheiten) als Leitfaden sehen/nehmen? Ist da überhaupt was wahres dran?

Wie sieht es mit den ganzen islamischen „Benimm-Regeln“ aus?

  • nur mit rechts das Gute verrichten (essen,Grüßen,Qur’an anfassen)
  • beim Haus verlassen und betreten ein Bittgebet aufsagen
  • bei Toilettengang Bittgebet aufsagen
  • Füße dürfen nicht nach Mekka zeigen (beim Schlafen und/oder Füße verschränken)
  • nach jedem Toilettengang die Hände waschen und 3x Bismi-llāh sagen
  • vor dem Essen Bismi-llāh sagen
  • nicht laut oder mit geöffneten Mund gähnen
  • nach dem Niesen al-ḥamdu li-Llāh sagen
  • uvm

Vielleicht kann mir hier jemand etwas Licht auf mein Weg zeigen.

Hallo,

diese und wohl auch die von dir nicht erwähnten Gebräuche sind aus einem sehr konservativen Islam. Im Koran lassen sich keine deiner Punkte belegen. Das aber ist nun auch einfach gesagt, denn mit Sicherheit hast du auch Umfeld und Familie und evtl entsprechend Druck. Die Frage ist erst einmal was du selbst willst und was du selbst darfst.

Rein islamisch wirst du hier schnell Anschluss finden, wenn du dich an Gott alleine halten willst. Wie gesagt die näheren Umstände sind auch ein Faktor.

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Salam,
Woher willst du wissen, das der Gesandte nicht lesen und schreiben konnte?
Die erste Sure, die offenbart wurde, beginnt mit „Lies“. Würde Gott jemanden das Lesen befehlen, der nicht lesen kann?

Gehs langsamer an, sie hats so gelernt. Kennt es nicht anders. Das Thema ist auch nicht so einfach

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Salaam, Dany_Huda,

in Sure Al-Fatiha heißt es „Führe uns den geraden Weg!“ Obwohl ich glaube zu wissen, wo ich steh und was der wahre Weg des Islam ist, spreche ich dieses Bittgebet jeden Tag…

Der wahre Weg der Rechtleitung ist im Quran - einem Buch der Weisheit im weitesten Sinn. Voller zu entdeckender Geheimnisse, voller Informationen in historischer und wissenschaftlicher Hinsicht - und einiger Vorschriften bezüglich der Beziehung zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen sowie den Geschöpfen untereinander. Nur mit rechts essen oder den Quran anfassen, die Haltung der Füße in bestimmten Situationen, in bestimmten Situationen die Basmala oder die Hamdala oder sonst etwas Auswendiggelerntes aufsagen, einer bestimmten Rechtsschule folgen - all das steht nicht im Quran, weil es für unsere Beziehung zu unserem Schöpfer und zu unseren Mitmenschen nicht wichtig ist. Dass man nicht mit geöffnetem Mund laut gähnen soll, lernt jedes kleine Kind auch ohne „Din“. Die islamische Lebensweise „Din“ hat der Gesandte Muhammad auf der Grundlage des ihm geoffenbarten Quran praktiziert und hierin ist er uns ein Vorbild und hierin können wir ihn als Leitfaden sehen/nehmen, dass wir uns also mit dem Quran beschäftigen und versuchen, ihn zu verstehen, unser Wissen zu mehren und ihm in seinen Vorschriften zu folgen.

Hinsichtlich des „Analphabeten“ Muhammad hat ja Grit schon einen nützlichen Hinweis gegeben. Es wird auch gesagt, dass die Bezeichnung des Gesandten mit أمي „ummiy“ (Analphabet) dahingehend zu verstehen ist, dass er alles, was er den Menschen übermittelte, von Allah erhalten hat und nicht aus den Schriften der Juden und Christen wusste.

Du möchtest, dass dir jemand etwas Licht auf deinem Weg zeigt. Allah ist Licht über Licht und die Quelle allen Lichtes. Von diesem Seinen Licht hat Allah den Quran gefüllt, so dass auch der Quran Licht ist. Und Allah gibt jedem Menschen etwas von Seinem Licht, indem Er ihm von Seinem Geist einhaucht. Der Mensch muss das Licht nur anknipsen! :slightly_smiling_face: :bulb:

Salaam!

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Friede
Ich habe vor kurzem den Islam angenommen und kann dir sagen dieses Forum ist sehr hilfreich. Früher hatte ich auch mit diesen Bräuchen zu kämpfen aber du wirst dich um einiges freier fühlen wenn du merkst dass so etwas nicht notwendig ist

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Salam Dany_Huda,
Herzlch willkommen hier. Viele standen mal an einem Punkt wie Du. Setz Dich nicht unter Druck, dann wirst Du den richtigen Weg schon finden.

Händewaschen nach den Toilettengang klingt vernünftig, alles andere (ich finde, nichts geht über ein herzhaftes Gähnen) kannst Du machen, wenn es Dir aus Gewohnheit lieber ist, Du kannst es aber genauso gut bleiben lassen.

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Diese Sure sag ich immer automatisch und rein vom Herzen auf.

Mir etwas Licht auf meinen Weg zeigen war vllt etwas umständlich ausgedrückt - natürlich ist Allah Licht und die Quelle allen Lichtes.

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Herzlich willkommen dany

Was ich sehr interessant finde ist dass du auch Konvertit bist, denn ich habe m.W.n nur Konvertiten in diesem Forum kennengelernt. Wahrscheinlich hängt das damit zusammen dass wir nicht von Geburt an einen Sunna-Islam vorgelebt bekommen haben und deswegen nicht so starrsinnig sind

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Ich sehe mich nicht als „konvertiert“ da ich vorher an nichts geglaubt habe und dann mit Anfang 20 den Weg zu Allah alleine gefunden habe.

Salam Dany

Von deinen Aufgezählten Dingen kannst du ruhigen Gewissens alles weglassen außer das „Bismillah“ vorm Essen.
Es gibt wirklich schon viele schräge Dinge in den Rechtsschulen😂

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15 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: Schächten und Basmala

Als ich begann mich für den Islam zu interessieren dachte ich dass die einzige Quelle der Koran ist. Als ich dann „Islamische“ Youtuber (leider haben diese mehrere tausend Abonnenten) und Videos von Predigern gesehen habe wurde ich unbewusst zur Sunna geführt. Als ich dann auch noch Dinge gehört habe welche für verboten erklärt wurden welche in meinem Alltag mehr als vertreten sind wurde mir das echt zu viel und habe nach einem anderen Weg gesucht und gefunden. Diese Dinge waren nicht nur videospiele wie in einem anderen Beitrag erwähnt, sondern auch Fußball, Musik etc. Als dann auch noch gesagt wurde man darf nicht in Deutschland wählen war das zu salafistisch angehaucht und das Thema für mich abgeschlossen

Ich habe mich am Anfang immr gewundert, was alles „dem Islam“ zugeschrieben wurde: er sei rassistisch, einschränkend und was nicht alles. Irgendwann hab ich dann kapiert, dass es gar nicht um den Islam ging, sondern das, was viele Muslime daraus machen.

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Leider ist das immer noch der Fall soweit ich das beurteilen kann, das die Menschen einen falschen Blick auf den Islam haben

Als ich vor Jahren die Arbeitsstelle gewechselt hatte und meine neuen Kollegen nach und nach mitbekommen haben das ich Muslim bin waren die ersten Kommentare
"Wieso machstn sowat " oder „Dann darfst du ja kaum was essen“ oder die Frage wo ich konvertiert bin und welchen Namen ich mir geben lassen habe…

Also Vorurteile sind genug da und das sind ja noch die harmlosen nur Allah weiß welche Sachen sich noch in den Köpfen abgespielt haben :slightly_smiling_face:

Aber wie.soll sich das in dieser Zeit auch ins positive ändern wenn nur den falschen Leuten via YouTube und anderen Plattformen Gehör geschenkt wird…
Wir für unseren Teil können den Islam nur versuchen gut und in Frieden zu leben und den Menschen ganz „normal“ zu begegnen :kissing:

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Das stimmt.
Im Endeffekt steht jeder alleine vor unserem Schöpfer. Wir sollten als Gottergebene unsere Religion nach bestem Gewissen ausleben und Liebe, Frieden und Harmonie verbreiten. Als gutes Vorbild vorangehen.
Denn wer sein Umfeld ändern will, muss sich erst selber verändern. Siehe: 13:11

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Bei mir ist das anders. Viele Leute sind interessiert wenn ich ihnen erkläre wie ich meinen Glauben lebe und dass der Großteil der Einschränkungen im Islam welche von der deutschen Bevölkerung wahrgenommen werden NICHT im Koran stehen ( Verschleierung, kein Alkohol, Ablehnung der Demokratie etc)

Danke,aber ich bin nicht konvertiert (ich gehörte vorher kein Glauben an- meine Mutter ist Jüdin und mein Vater ist getauft). Ich hatte mich entschieden den Weg des Islam zu gehen und den Qur’an als Leitfaden zu nehmen.

Was mich noch interessiert - wie ist es mit den ganzen Fastentage (Ramadan, Tag ʿArafāt, Montags und Donnerstags fasten, die „weißen Tage“, 9 Tagen von Dhul-Hidscha, uvm) ? Welche sind bindend und welche nur durch Sunna ?

Laut Koran müssen wir nur im Ramadan fasten, oder als Ausgleich für diverse Verfehlungen. Es ist natürlich jedem selbst überlassen, mehr zu fasten, man sollt bloss nicht denken, dass einem dann automatisch alle Sünden (schon gar nicht die zukünftigen) vergeben werden.

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Kann mir gesagt werden,wann genau der Monat Ramaḍān laut Qur’an ist.
Leben wir nun nach Mondkalender oder Sonnenkalender?